|
300-3-1-J Verordnung über gerichtliche Zuständigkeiten im Bereich des Staatsministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz (Gerichtliche Zuständigkeitsverordnung Justiz - GZVJu) Vom 16. November 2004Fundstelle: GVBl 2004, S. 471
Verordnung über gerichtliche Zuständigkeiten im Bereich des Staatsministeriums der Justiz (Gerichtliche Zuständigkeitsverordnung Justiz - GZVJu) vom 16. November 2004 (GVBl S. 471, BayRS 300-3-1-J), zuletzt geändert durch die 8. Verordnung vom 13. Dezember 2010 (GVBl S. 870)
Änderungen
- 1.
mehrfach geänd. (V v. 2.11.2005, 547)
- 2.
mehrfach geänd. (2. V v. 8.12.2005, 695)
- 3.
§§ 22, 45 geänd., § 22a neu eingef., §§ 24a neu gefasst (V v. 15.5.2007, 357)
- 4.
§ 3 neu gefasst, § 39 geänd. (V v. 11.12.2007, 986)
- 5.
Überschrift und §§ 10a und 15a geänd. (V v. 14.11.2008, 900)
- 6.
mehrfach geänd. (6. V v. 1.10.2009, 523)
- 7.
§§ 1 Nr. 2; § 39 Abs. 3 Nr. 1, § 46 geänd. (7. V v. 28.9.2010, 713)
- 8.
Inhaltsübersicht und Überschrift Erster Teil geänd., Abschnitt VII eingef. (8. V v. 13.12.2010, 870)
Auf Grund von §§ 1
, 3
Nrn. 2 bis 6, 8, 11 bis 15, 18 bis 21, 22a, 23 bis 25, 27 bis 29, 31 bis 34, 36
bis 43
und § 9
der Verordnung über die Zuständigkeit zum Erlass von Rechtsverordnungen
(Delegationsverordnung - DelV)
vom 15. Juni 2004 (GVBl S. 239, BayRS 103-2-S), zuletzt geändert durch Verordnung
vom 4. Oktober 2005 (GVBl S. 511), erlässt das Bayerische Staatsministerium
der Justiz folgende Verordnung:
| Inhaltsübersicht |
Erster Teil
Zivilrechtspflege, Bereitschaftsdienst und Hinterlegung |
Abschnitt I
Gerichtsverfassung |
| § 1
|
Zivilsenate des Oberlandesgerichts München in Augsburg |
| § 2
|
Kammern für Handelssachen |
| § 3
|
Bereitschaftsdienst |
Abschnitt II
Bürgerlich-rechtliche Angelegenheiten |
| § 4
|
(aufgehoben) |
| § 5
|
Anerkennung ausländischer Entscheidungen in Ehesachen |
| § 6
|
Mahnverfahren |
| § 7
|
Unterlassungsklageverfahren bei Allgemeinen Geschäftsbedingungen und verbraucherschutzgesetzwidrigen
Praktiken |
| § 8
|
Gerichtliche Entscheidungen in schiedsrichterlichen Angelegenheiten |
| § 8a
|
Musterentscheide |
Abschnitt III
Handels-, Gesellschafts-, Wettbewerbs- und Wertpapierrecht |
| § 9
|
Führung des Handelsregisters |
| § 10
|
Führung der Partnerschaftsregister |
| § 10a
|
Führung des Vereinsregisters |
| § 10b
|
Führung des Genossenschaftsregisters |
| § 11
|
Meinungsverschiedenheit zwischen Kapitalgesellschaft und Abschlussprüfer |
| § 11a
|
Nichtigerklärung einer Aktiengesellschaft oder einer Gesellschaft mit beschränkter
Haftung |
| § 12
|
Zusammensetzung des Aufsichtsrats einer Aktiengesellschaft sowie Auskunftsrecht
des Aktionärs |
| § 12a
|
Feststellung der Nichtigkeit oder Anfechtung der Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern,
Verwaltungsratsmitgliedern und Aufsichtsorganmitgliedern |
| § 13
|
Zusammensetzung des Aufsichtsrats einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung
oder einer bergrechtlichen Gewerkschaft |
| § 14
|
Zusammensetzung des Aufsichtsrats eines Versicherungsvereins auf Gegenseitigkeit
und Auskunftspflicht |
| § 14a
|
Klagezulassungsverfahren |
| § 14b
|
Bestellung von Sonderprüfern |
| § 15
|
Gerichtliche Entscheidungen über die abschließenden Feststellungen
der Sonderprüfer |
| § 15a
|
Feststellung der Nichtigkeit und Anfechtung eines Hauptversammlungsbeschlusses |
| § 15b
|
Gestattung der Nichtaufnahme von Tatsachen in den Prüfungsbericht |
| § 15c
|
Feststellung der Nichtigkeit und Anfechtung des Beschlusses über die Verwendung
des Bilanzgewinns |
| § 15d
|
Feststellung der Nichtigkeit des Jahresabschlusses oder Anfechtung der Feststellung
des Jahresabschlusses durch die Hauptversammlung und die oberste Vertretung |
| § 15e
|
Anfechtung der Kapitalerhöhung gegen Einlagen |
| § 16
|
Gerichtliche Entscheidungen im gesellschaftsrechtlichen Spruchverfahren |
| § 17
|
Auskunfts- und Einsichtsrecht der Gesellschafter einer Gesellschaft mit beschränkter
Haftung |
| § 18
|
Bestellung von Verschmelzungs- und Spaltungsprüfern; Ersatz von Auslagen
und Vergütung |
| § 19
|
Bestellung von Vertrags- und Eingliederungsprüfern; Ersatz von Auslagen
und Vergütung |
| § 20
|
Bestellung von Prüfern zur Prüfung der Angemessenheit der Barabfindung
beim Ausschluss von Minderheitsaktionären; Ersatz von Auslagen und Vergütung |
| § 21
|
Ausgleich beim Erlöschen von Mehrstimmrechten; Antrag auf gerichtliche Bestimmung
des angemessenen Ausgleichs |
| § 21a
|
Unternehmensrechtliche Verfahren |
| § 22
|
Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen |
| § 22a
|
Verfahren nach dem Energiewirtschaftsgesetz |
| § 23
|
Wertpapierbereinigung |
| § 24
|
Wertpapiererwerbs- und Übernahmesachen |
| § 24a
|
Klagen auf Grund falscher, irreführender oder unterlassener öffentlicher
Kapitalmarktinformationen und vertraglicher Erfüllungsansprüche aus Angeboten
nach dem Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetz |
Abschnitt IV
Gewerblicher Rechtsschutz und Urheberrecht |
| § 25
|
Patentstreitsachen |
| § 26
|
Gebrauchsmusterstreitsachen |
| § 27
|
Halbleiterschutzstreitsachen |
| § 28
|
Geschmacksmusterstreitsachen und Gemeinschaftsgeschmacksmusterstreitverfahren |
| § 29
|
Sortenschutzstreitsachen |
| § 30
|
Gemeinschaftsmarken- und Kennzeichenstreitsachen |
| § 31
|
Streitsachen nach dem Gesetz zum Schutz des olympischen Emblems und der olympischen
Bezeichnungen |
| § 32
|
Urheberrechtsstreitsachen |
Abschnitt V
Besondere Sachgebiete |
| § 33
|
Landwirtschaftssachen |
| § 34
|
Verfahren nach dem Baugesetzbuch |
| § 35
|
Binnenschifffahrtssachen |
| § 36
|
Führung des Schiffsregisters und des Schiffsbauregisters |
| § 37
|
Entschädigungssachen |
Abschnitt VI
Zwangsvollstreckungs-, Konkurs- und Insolvenzrecht |
| § 38
|
Zwangsversteigerungs-, Zwangsverwaltungs-, Konkurs- und Insolvenzsachen |
Abschnitt VII
Hinterlegung |
|
| § 38a
|
Vollziehung der Hinterlegung und der Herausgabe |
Zweiter Teil
Strafrecht, Strafvollstreckung und Recht der Ordnungswidrigkeiten |
| § 39
|
Strafsachen |
| § 40
|
Wirtschaftsstrafsachen bei den Landgerichten |
| § 41
|
Wirtschaftsstrafsachen bei den Amtsgerichten |
| § 42
|
(aufgehoben) |
| § 43
|
(aufgehoben) |
| § 44
|
Bußgeldverfahren |
| § 45
|
Auswärtige Strafvollstreckungskammern |
Dritter Teil
Übergangs- und Schlussvorschriften |
| § 46
|
In-Kraft-Treten, Außer-Kraft-Treten |
Erster Teil Zivilrechtspflege, Bereitschaftsdienst
und Hinterlegung
Abschnitt I Gerichtsverfassung
§ 1
Zivilsenate des Oberlandesgerichts
München in Augsburg
Auf Grund des §
116
Abs. 2
des
Gerichtsverfassungsgesetzes (GVG)
in der Fassung der Bekanntmachung vom 9. Mai 1975 (BGBl I S. 1077), zuletzt geändert
durch Art. 12a des Gesetzes vom 24. August 2004 (BGBl I S. 2198), wird bestimmt:
- 1.
1 Für
die Landgerichtsbezirke Augsburg, Kempten (Allgäu) und Memmingen bestehen fünf
Zivilsenate des Oberlandesgerichts München in Augsburg. 2 Zwei Zivilsenate sind zugleich Familiensenate.
- 2.
Den Zivilsenaten in Augsburg werden übertragen die Verhandlungen
und Entscheidungen über die in § 119
Abs. 1 Nr. 1 Buchst. a und Nr. 2
GVG
aufgeführten Rechtsmittel mit Ausnahme folgender Angelegenheiten:
- a)
Berufungen
und Beschwerden, die Ansprüche aus Enteignung, enteignendem und enteignungsgleichem
Eingriff, Aufopferung, öffentlich-rechtlicher Verwahrung, Amtshaftung und nach
dem Gesetz über die Entschädigung für Strafverfolgungsmaßnahmen
betreffen,
- b)
Berufungen und Beschwerden, die
- -
das Recht der
Allgemeinen Geschäftsbedingungen (§
1
UKlaG)
- -
das Recht der Arbeitnehmererfindungen
- -
das Gebrauchsmusterrecht
- -
das Gemeinschaftsmarkenrecht
- -
das Geschmacksmusterrecht
- -
das Halbleiterschutzrecht
- -
das Kennzeichenrecht
- -
das Patentrecht
- -
das Sortenschutzrecht
- -
das Urheberrecht
- -
das Verlagsrecht
- -
das Wertpapierbereinigungsrecht
- -
den unlauteren Wettbewerb
betreffen,
- c)
Erinnerungen und Beschwerden in Kostensachen, soweit es sich nicht um
die Festsetzung des Streitwerts handelt.
- 3.
Ist eine Berufung oder Beschwerde in Kindschaftssachen am 1. Januar 1999
bei dem Oberlandesgericht München anhängig, bleibt der damit befasste Senat
zuständig.
§ 2
Kammern für Handelssachen
Auf Grund des § 93
Abs. 1
des
Gerichtsverfassungsgesetzes (GVG)
in der Fassung der Bekanntmachung vom 9. Mai 1975 (BGBl I S. 1077), zuletzt geändert
durch Art. 12a des Gesetzes vom 24. August 2004 (BGBl I S. 2198), werden bei allen
bayerischen Landgerichten für deren Bezirke Kammern für Handelssachen gebildet.
§ 3
Bereitschaftsdienst
(1) Auf Grund des
§ 22c
Abs. 1 Satz 1 Alternative 1 des Gerichtsverfassungsgesetzes (GVG)
in der Fassung der Bekanntmachung vom 9. Mai 1975 (BGBl I S. 1077), zuletzt geändert
durch Art. 5 des Gesetzes vom 13. April 2007 (BGBl I S. 509), wird bestimmt, dass
für die folgenden Amtsgerichte ein gemeinsamer Bereitschaftsdienstplan aufgestellt
wird:
- 1.
im Landgerichtsbezirk Amberg für die Amtsgerichte
Amberg und Schwandorf;
- 2.
im Landgerichtsbezirk Ansbach für die Amtsgerichte Ansbach und Weißenburg
i. Bay.;
- 3.
im Landgerichtsbezirk Augsburg für die Amtsgerichte Dillingen a.
d. Donau und Nördlingen;
- 4.
im Landgerichtsbezirk Deggendorf für die Amtsgerichte Deggendorf
und Viechtach;
- 5.
im Landgerichtsbezirk Ingolstadt für die Amtsgerichte Ingolstadt,
Neuburg a. d. Donau und Pfaffenhofen a. d. Ilm;
- 6.
im Landgerichtsbezirk Kempten (Allgäu) für die Amtsgerichte
Kaufbeuren, Kempten (Allgäu), Lindau (Bodensee) und Sonthofen;
- 7.
im Landgerichtsbezirk München II für die Amtsgerichte Dachau,
Ebersberg, Fürstenfeldbruck, Garmisch-Partenkirchen, Miesbach, Starnberg, Weilheim
i. OB und Wolfratshausen;
- 8.
im Landgerichtsbezirk Traunstein für die Amtsgerichte Altötting,
Laufen, Mühldorf a. Inn, Rosenheim und Traunstein;
- 9.
im Landgerichtsbezirk Würzburg für die Amtsgerichte Gemünden
a. Main, Kitzingen und Würzburg.
(2) Auf Grund des
§ 22c
Abs. 1 Satz 1 Alternative 2 GVG
wird bestimmt, dass die Geschäfte des Bereitschaftsdienstes folgende Amtsgerichte
wahrnehmen:
- 1.
im Landgerichtsbezirk Aschaffenburg
das Amtsgericht Aschaffenburg für die Amtsgerichtsbezirke Aschaffenburg
und Obernburg a. Main;
- 2.
im Landgerichtsbezirk Augsburg
das Amtsgericht Augsburg für die Amtsgerichtsbezirke Aichach, Augsburg
und Landsberg a. Lech;
- 3.
im Landgerichtsbezirk Bamberg
das Amtsgericht Bamberg für die Amtsgerichtsbezirke Bamberg, Forchheim
und Haßfurt;
- 4.
im Landgerichtsbezirk Bayreuth
das Amtsgericht Bayreuth für die Amtsgerichtsbezirke Bayreuth und Kulmbach;
- 5.
im Landgerichtsbezirk Coburg
das Amtsgericht Kronach für die Amtsgerichtsbezirke Coburg, Kronach und
Lichtenfels;
- 6.
im Landgerichtsbezirk Hof
das Amtsgericht Hof für die Amtsgerichtsbezirke Hof und Wunsiedel;
- 7.
im Landgerichtsbezirk Landshut
das Amtsgericht Landshut für die Amtsgerichtsbezirke Eggenfelden, Erding,
Freising, Landau a. d. Isar und Landshut;
- 8.
im Landgerichtsbezirk Memmingen
das Amtsgericht Memmingen für die Amtsgerichtsbezirke Günzburg, Memmingen
und Neu-Ulm;
- 9.
im Landgerichtsbezirk München I
das Amtsgericht München;
- 10.
im Landgerichtsbezirk Nürnberg-Fürth
- a)
das Amtsgericht Erlangen,
- b)
das Amtsgericht Fürth für die Amtsgerichtsbezirke Fürth
und Neustadt a. d. Aisch,
- c)
das Amtsgericht Nürnberg für die Amtsgerichtsbezirke Hersbruck,
Neumarkt i. d. OPf., Nürnberg und Schwabach;
- 11.
im Landgerichtsbezirk Passau
das Amtsgericht Passau für die Amtsgerichtsbezirke Freyung und Passau;
- 12.
im Landgerichtsbezirk Regensburg
das Amtsgericht Regensburg für die Amtsgerichtsbezirke Cham, Kelheim, Regensburg
und Straubing;
- 13.
im Landgerichtsbezirk Schweinfurt
das Amtsgericht Schweinfurt für die Amtsgerichtsbezirke Bad Kissingen,
Bad Neustadt a. d. Saale und Schweinfurt;
- 14.
im Landgerichtsbezirk Weiden i. d. OPf.
das Amtsgericht Weiden i. d. OPf. für die Amtsgerichtsbezirke Tirschenreuth
und Weiden i. d. OPf.
(3) Auf Grund des
§ 22c
Abs. 1 Satz 1 in Verbindung mit Satz 3 GVG
wird bestimmt, dass in den Fällen des Abs. 1 Nrn. 1, 2, 5, 6, 8 und 9 und des
Abs. 2 Nrn. 1, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 10 Buchst. a und b und Nrn. 11, 12, 13 und 14 zu
dem Bereitschaftsdienst auch die Richter des Landgerichts heranzuziehen sind.
Abschnitt II Bürgerlich-rechtliche Angelegenheiten
§ 4
(aufgehoben)
§ 5
Anerkennung ausländischer
Entscheidungen in Ehesachen
Auf Grund des
§ 107 Abs. 3 Satz 1
des Gesetzes über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten
der freiwilligen Gerichtsbarkeit (FamFG)
in der Fassung des Art. 1 des Gesetzes vom 17. Dezember 2008 (BGBl I S. 2586), zuletzt
geändert durch Art. 2 des Gesetzes vom 31. Juli 2009 (BGBl I S. 2512), wird
die Zuständigkeit für die Anerkennung ausländischer Entscheidungen
in Ehesachen dem Präsidenten des Oberlandesgerichts München für alle
Oberlandesgerichtsbezirke in Bayern übertragen.
§ 6
Mahnverfahren
Auf Grund des §
689
Abs. 3 Satz 1, § 703c
Abs. 3
Halbsatz 1
und § 703d
Abs. 2
Satz 2
der
Zivilprozessordnung
in der Fassung der Bekanntmachung vom 12. September 1950 (BGBl III 310-4), zuletzt
geändert durch Art. 1 des Gesetzes vom 24. August 2004 (BGBl I S. 2198), werden
dem Amtsgericht Coburg die Mahnverfahren für die Bezirke aller Amtsgerichte
in Bayern zur maschinellen Bearbeitung übertragen.
§ 7
Unterlassungsklageverfahren
bei Allgemeinen Geschäftsbedingungen
und verbraucherschutzgesetzwidrigen Praktiken
Auf Grund des §
6
Abs. 2 Satz 1 des Gesetzes über Unterlassungsklagen bei Verbraucherrechts-
und anderen Verstößen (Unterlassungsklagengesetz - UKlaG)
in der Fassung der Bekanntmachung vom 27. August 2002 (BGBl I S. 3422, 4346), zuletzt
geändert durch § 20 Abs. 4 des Gesetzes vom 3. Juli 2004 (BGBl I S. 1414),
wird die Zuständigkeit für die Unterlassungsklageverfahren nach §§ 1
und 2
UKlaG
übertragen dem
- 1.
Landgericht München I
für die Landgerichtsbezirke
des Oberlandesgerichts München,
- 2.
Landgericht Nürnberg-Fürth
für die Landgerichtsbezirke
des Oberlandesgerichts Nürnberg,
- 3.
Landgericht Bamberg
für die Landgerichtsbezirke
des Oberlandesgerichts Bamberg.
§ 8
Gerichtliche Entscheidungen in
schiedsrichterlichen Angelegenheiten
Auf Grund des §
1062
Abs. 5
Satz 1
Halbsatz 1 der Zivilprozessordnung
in der Fassung der Bekanntmachung vom 12. September 1950 (BGBl III 310-4), zuletzt
geändert durch Art. 1 des Gesetzes vom 24. August 2004 (BGBl I S. 2198), werden
die gerichtlichen Entscheidungen in schiedsrichterlichen Angelegenheiten nach § 1062
der Zivilprozessordnung
dem Oberlandesgericht München übertragen.
§ 8a
Musterentscheide
Auf Grund des §
4
Abs. 5 Satz 1 des Gesetzes über Musterverfahren in kapitalmarktrechtlichen
Streitigkeiten (Kapitalanleger-Musterverfahrensgesetz - KapMuG)
vom 16. August 2005 (BGBl I S. 2437) werden die Entscheidungen nach § 4
Abs. 1 KapMuG
dem Oberlandesgericht München übertragen.
Abschnitt III Handels-, Gesellschafts-, Wettbewerbsund
Wertpapierrecht
§ 9
Führung des Handelsregisters
Auf Grund des
§ 376 Abs. 2 Satz 1
in Verbindung mit
§ 374 Nr. 1
des Gesetzes über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten
der freiwilligen Gerichtsbarkeit (FamFG)
in der Fassung des Art. 1 des Gesetzes vom 17. Dezember 2008 (BGBl I S. 2586), zuletzt
geändert durch Art. 2 des Gesetzes vom 31. Juli 2009 (BGBl I S. 2512), wird
in Abweichung von
§ 376 Abs. 1
in Verbindung mit
§ 374 Nr. 1
FamFG
die Führung des Handelsregisters übertragen
- 1.
im Landgerichtsbezirk Landshut
für die Amtsgerichtsbezirke
Erding und Freising dem Amtsgericht München,
- 2.
im Landgerichtsbezirk Nürnberg-Fürth
für die Amtsgerichtsbezirke
Erlangen, Fürth und Neustadt a.d. Aisch
dem Amtsgericht Fürth,
- 3.
im Landgerichtsbezirk Regensburg
für den Amtsgerichtsbezirk
Straubing
dem Amtsgericht Straubing.
§ 10
Führung der Partnerschaftsregister
Auf Grund des
§ 376 Abs. 2 Satz 1
in Verbindung mit
§ 374 Nr. 3
des Gesetzes über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten
der freiwilligen Gerichtsbarkeit (FamFG)
in der Fassung des Art. 1 des Gesetzes vom 17. Dezember 2008 (BGBl I S. 2586), zuletzt
geändert durch Art. 2 des Gesetzes vom 31. Juli 2009 (BGBl I S. 2512), wird
die Führung der Partnerschaftsregister den Amtsgerichten übertragen, die
gemäß
§ 376 Abs. 1
in Verbindung mit
§ 374 Nr. 1
FamFG
und § 9
dieser Verordnung für die Führung der Handelsregister zuständig sind.
§ 10a
Führung des Vereinsregisters
Auf Grund des
§ 23d Satz 1
in Verbindung mit
§ 23a Abs. 1 Nr. 2, Abs. 2 Nr. 3
des Gerichtsverfassungsgesetzes
in der Fassung der Bekanntmachung vom 9. Mai 1975 (BGBl I S. 1077), zuletzt geändert
durch Art. 5 des Gesetzes vom 30. Juli 2009 (BGBl I S. 2474), wird die Führung
der Vereinsregister den Amtsgerichten übertragen, die gemäß
§ 376 Abs. 1
in Verbindung mit
§ 374 Nr. 1
des Gesetzes über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten
der freiwilligen Gerichtsbarkeit (FamFG)
in der Fassung des Art. 1 des Gesetzes vom 17. Dezember 2008 (BGBl I S. 2586), zuletzt
geändert durch Art. 2 des Gesetzes vom 31. Juli 2009 (BGBl I S. 2512), und § 9
dieser Verordnung für die Führung der Handelsregister zuständig sind.
§ 10b
Führung des Genossenschaftsregisters
Auf Grund des
§ 376 Abs. 2 Satz 1
in Verbindung mit
§ 374 Nr. 2
des Gesetzes über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten
der freiwilligen Gerichtsbarkeit (FamFG)
in der Fassung des Art. 1 des Gesetzes vom 17. Dezember 2008 (BGBl I S. 2586), zuletzt
geändert durch Art. 2 des Gesetzes vom 31. Juli 2009 (BGBl I S. 2512), wird
die Führung des Genossenschaftsregisters den Amtsgerichten übertragen,
die gemäß
§ 376 Abs. 1
in Verbindung mit
§ 374 Nr. 1
FamFG
und § 9
dieser Verordnung für die Führung der Handelsregister zuständig sind.
§ 11
Meinungsverschiedenheit
zwischen Kapitalgesellschaft und Abschlussprüfer
Auf Grund des §
324
Abs. 2 Satz 9 des Handelsgesetzbuchs
vom 10. Mai 1897 (BGBl III 4100-1), zuletzt geändert durch Art. 12d des Gesetzes
vom 24. August 2004 (BGBl I S. 2198), wird die Entscheidung über die Beschwerden
nach § 324
Abs. 2 Satz 4 des Handelsgesetzbuchs
dem Oberlandesgericht München übertragen.
§ 11a
Nichtigerklärung einer Aktiengesellschaft
oder
einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Auf Grund von §
275
Abs. 4 Satz 1 des Aktiengesetzes
vom 6. September 1965 (BGBl I S. 1089), zuletzt geändert durch Art. 1 des Gesetzes
vom 31. Juli 2009 (BGBl I S. 2509), und §
75
Abs. 2 des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung
- GmbHG -
(BGBl III 4123-1), zuletzt geändert durch Art. 5 des Gesetzes vom 31. Juli
2009 (BGBl I S. 2509), jeweils in Verbindung mit §
246
Abs. 3 Satz 3,
§ 148 Abs. 2 Satz 3
des Aktiengesetzes
werden die Entscheidungen nach
§ 275 Abs. 1
des Aktiengesetzes
und
§ 75 Abs. 1
GmbHG
übertragen dem
- 1.
Landgericht München I
für die Landgerichtsbezirke
des Oberlandesgerichts München,
- 2.
Landgericht Nürnberg-Fürth
für die Landgerichtsbezirke
der Oberlandesgerichte Nürnberg und Bamberg.
§ 12
Zusammensetzung des Aufsichtsrats
einer
Aktiengesellschaft sowie Auskunftsrecht des Aktionärs
(1) Auf Grund des
§ 71 Abs. 4 Satz 1 und Abs. 2 Nr. 4 Buchst. b
des Gerichtsverfassungsgesetzes
in der Fassung der Bekanntmachung vom 9. Mai 1975 (BGBl I S. 1077), zuletzt geändert
durch Art. 5 des Gesetzes vom 30. Juli 2009 (BGBl I S. 2474), werden die Entscheidungen
nach
§ 98 Abs. 1
und
§ 132 Abs. 1
des Aktiengesetzes
vom 6. September 1965 (BGBl I S. 1089), zuletzt geändert durch Art. 1 des Gesetzes
vom 31. Juli 2009 (BGBl I S. 2509), übertragen dem
- 1.
Landgericht München I
für die Landgerichtsbezirke
des Oberlandesgerichts München,
- 2.
Landgericht Nürnberg-Fürth
für die Landgerichtsbezirke
der Oberlandesgerichte Nürnberg und Bamberg.
(2) Auf Grund des §
99
Abs. 3
Satz 5
des
Aktiengesetzes
wird die Entscheidung über die Beschwerden nach § 99
Abs. 3
Satz 2
des
Aktiengesetzes
dem Oberlandesgericht München übertragen.
§ 12a
Feststellung der Nichtigkeit oder
Anfechtung
der Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern,
Verwaltungsratsmitgliedern und Aufsichtsorganmitgliedern
Auf Grund von
§ 250 Abs. 3 Satz 1
und
§ 251 Abs. 3
des Aktiengesetzes
vom 6. September 1965 (BGBl I S. 1089), zuletzt geändert durch Art. 1 des Gesetzes
vom 31. Juli 2009 (BGBl I S. 2509), und
§ 31 Abs. 3 Satz 1
des Gesetzes zur Ausführung der Verordnung (EG) Nr. 2157/2001 des Rates vom
8. Oktober 2001 über das Statut der Europäischen Gesellschaft (SE) - SE-Ausführungsgesetz
- SEAG -
vom 22. Dezember 2004 (BGBl I S. 3675), zuletzt geändert durch Art. 6 des Gesetzes
vom 30. Juli 2009 (BGBl I S. 2479), jeweils in Verbindung mit
§ 246 Abs. 3 Satz 3
,
§ 148 Abs. 2 Satz 3
des Aktiengesetzes, auf Grund von
§ 17 Abs. 3 Satz 2
des SE-Ausführungsgesetzes
und
§ 36 Satz 1
des Gesetzes über die Beaufsichtigung der Versicherungsunternehmen (Versicherungsaufsichtsgesetz
- VAG)
in der Fassung der Bekanntmachung vom 17. Dezember 1992 (BGBl I 1993 S. 2), zuletzt
geändert durch Art. 4 Abs. 10 des Gesetzes vom 30. Juli 2009 (BGBl I S. 2437),
jeweils in Verbindung mit
§ 250 Abs. 3 Satz 1
,
§ 246 Abs. 3 Satz 3
,
§ 148 Abs. 2 Satz 3
des Aktiengesetzes
sowie auf Grund von
§ 32 Satz 1
des SE-Ausführungsgesetzes
und
§ 36 Satz 1
VAG
jeweils in Verbindung mit
§ 251 Abs. 3
,
§ 246 Abs. 3 Satz 3
,
§ 148 Abs. 2 Satz 3
des Aktiengesetzes
werden die Entscheidungen nach
§ 250 Abs. 3 Satz 1
und
§ 251 Abs. 1
des Aktiengesetzes,
§ 17 Abs. 3 Satz 2
,
§ 31 Abs. 3 Satz 1
und
§ 32 Satz 1
des SE-Ausführungsgesetzes
sowie
§ 36 Satz 1 VAG
übertragen dem
- 1.
Landgericht München I
für die Landgerichtsbezirke
des Oberlandesgerichts München,
- 2.
Landgericht Nürnberg-Fürth
für die Landgerichtsbezirke
der Oberlandesgerichte Nürnberg und Bamberg.
§ 13
Zusammensetzung des Aufsichtsrats
einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung
oder einer bergrechtlichen Gewerkschaft
(1) Auf Grund des
§ 71 Abs. 4 Satz 1 und Abs. 2 Nr. 4 Buchst. b
des Gerichtsverfassungsgesetzes
in der Fassung der Bekanntmachung vom 9. Mai 1975 (BGBl I S. 1077), zuletzt geändert
durch Art. 5 des Gesetzes vom 30. Juli 2009 (BGBl I S. 2474), in Verbindung mit
§ 27
des Einführungsgesetzes zum Aktiengesetz (EGAktG)
vom 6. September 1965 (BGBl I S. 1185), zuletzt geändert durch Art. 2 des Gesetzes
vom 31. Juli 2009 (BGBl I S. 2509), und
§ 98 Abs. 1
des Aktiengesetzes
vom 6. September 1965 (BGBl I S. 1089), zuletzt geändert durch Art. 1 des Gesetzes
vom 31. Juli 2009 (BGBl I S. 2509), werden die Entscheidungen nach
§ 27
EGAktG
in Verbindung mit
§ 98 Abs. 1
des Aktiengesetzes
übertragen dem
- 1.
Landgericht München I
für die Landgerichtsbezirke
des Oberlandesgerichts München,
- 2.
Landgericht Nürnberg-Fürth
für die Landgerichtsbezirke
der Oberlandesgerichte Nürnberg und Bamberg.
(2) Auf Grund des §
27
EGAktG
in Verbindung mit § 99
Abs. 3
Satz 5
des
Aktiengesetzes
wird die Entscheidung über die Beschwerden nach § 27
EGAktG
in Verbindung mit § 99
Abs. 3
Satz 2
des
Aktiengesetzes
dem Oberlandesgericht München übertragen.
§ 14
Zusammensetzung des Aufsichtsrats
eines Versicherungsvereins auf Gegenseitigkeit
und Auskunftspflicht
(1) Auf Grund des
§ 71 Abs. 4 Satz 1 und Abs. 2 Nr. 4 Buchst. b
des Gerichtsverfassungsgesetzes
in der Fassung der Bekanntmachung vom 9. Mai 1975 (BGBl I S. 1077), zuletzt geändert
durch Art. 5 des Gesetzes vom 30. Juli 2009 (BGBl I S. 2474), in Verbindung mit
§ 35 Abs. 3 Satz 1
und
§ 36 Satz 1
des Gesetzes über die Beaufsichtigung der Versicherungsunternehmen (Versicherungsaufsichtsgesetz
- VAG)
in der Fassung der Bekanntmachung vom 17. Dezember 1992 (BGBl I 1993 S. 2), zuletzt
geändert durch Art. 4 Abs. 10 des Gesetzes vom 30. Juli 2009 (BGBl I S. 2437),
und
§ 98 Abs. 1
sowie
§ 132 Abs. 1
des Aktiengesetzes
vom 6. September 1965 (BGBl I S. 1089), zuletzt geändert durch Art. 1 des Gesetzes
vom 31. Juli 2009 (BGBl I S. 2509), werden die Entscheidungen nach
§ 35 Abs. 3 Satz 1
und
§ 36 Satz 1
VAG
in Verbindung mit
§ 98 Abs. 1
und
§ 132 Abs. 1
des Aktiengesetzes
übertragen dem
- 1.
Landgericht München I
für die Landgerichtsbezirke
des Oberlandesgerichts München,
- 2.
Landgericht Nürnberg-Fürth
für die Landgerichtsbezirke
der Oberlandesgerichte Nürnberg und Bamberg.
(2) Auf Grund von
§ 35 Abs. 3 Satz 1
und
§ 36 Satz 1
VAG
in Verbindung mit
§ 99 Abs. 3 Satz 5
und
§ 132 Abs. 3 Satz 1
des Aktiengesetzes
wird die Entscheidung über die Beschwerden nach
§ 35 Abs. 3 Satz 1
und
§ 36 Satz 1
VAG
in Verbindung mit
§ 99 Abs. 3 Satz 2
und
§ 132 Abs. 3 Satz 1
des Aktiengesetzes
dem Oberlandesgericht München übertragen.
§ 14a
Klagezulassungsverfahren
Auf Grund des
§ 148 Abs. 2 Satz 3
des Aktiengesetzes
vom 6. September 1965 (BGBl I S. 1089), zuletzt geändert durch Art. 1 des Gesetzes
vom 31. Juli 2009 (BGBl I S. 2509), und auf Grund des
§ 36 Satz 1
des Gesetzes über die Beaufsichtigung der Versicherungsunternehmen (Versicherungsaufsichtsgesetz
- VAG)
in der Fassung der Bekanntmachung vom 17. Dezember 1992 (BGBl I 1993 S. 2), zuletzt
geändert durch Art. 4 Abs. 10 des Gesetzes vom 30. Juli 2009 (BGBl I S. 2437),
in Verbindung mit
§ 148 Abs. 2 Satz 3
des Aktiengesetzes
werden die Entscheidungen nach
§ 148 Abs. 1
des Aktiengesetzes
und
§ 36 Satz 1
VAG
übertragen dem
- 1.
Landgericht München I
für die Landgerichtsbezirke
des Oberlandesgerichts München,
- 2.
Landgericht Nürnberg-Fürth
für die Landgerichtsbezirke
der Oberlandesgerichte Nürnberg und Bamberg.
§ 14b
Bestellung von Sonderprüfern
Auf Grund des
§ 71 Abs. 4 Satz 1 und Abs. 2 Nr. 4 Buchst. b
des Gerichtsverfassungsgesetzes
in der Fassung der Bekanntmachung vom 9. Mai 1975 (BGBl I S. 1077), zuletzt geändert
durch Art. 5 des Gesetzes vom 30. Juli 2009 (BGBl I S. 2474), in Verbindung mit
§ 142
und
§ 315
des Aktiengesetzes
vom 6. September 1965 (BGBl I S. 1089), zuletzt geändert durch Art. 1 des Gesetzes
vom 31. Juli 2009 (BGBl I S. 2509), und auf Grund des
§ 36 Satz 1
des Gesetzes über die Beaufsichtigung der Versicherungsunternehmen (Versicherungsaufsichtsgesetz
- VAG)
in der Fassung der Bekanntmachung vom 17. Dezember 1992 (BGBl I 1993 S. 2), zuletzt
geändert durch Art. 4 Abs. 10 des Gesetzes vom 30. Juli 2009 (BGBl I S. 2437),
in Verbindung mit
§ 142
des Aktiengesetzes
und
§ 71 Abs. 4 Satz 1 und Abs. 2 Nr. 4 Buchst. b
des Gerichtsverfassungsgesetzes
werden die Entscheidungen nach
§ 142 Abs. 2 und 4
und
§ 315 Sätze 1 und 2
des Aktiengesetzes
sowie
§ 36 Satz 1
VAG
übertragen dem
- 1.
Landgericht München I
für die Landgerichtsbezirke
des Oberlandesgerichts München,
- 2.
Landgericht Nürnberg-Fürth
für die Landgerichtsbezirke
der Oberlandesgerichte Nürnberg und Bamberg.
§ 15
Gerichtliche Entscheidungen über
die
abschließenden Feststellungen der Sonderprüfer
(1) Auf Grund des
§ 71 Abs. 4 Satz 1 und Abs. 2 Nr. 4 Buchst. b
des Gerichtsverfassungsgesetzes
in der Fassung der Bekanntmachung vom 9. Mai 1975 (BGBl I S. 1077), zuletzt geändert
durch Art. 5 des Gesetzes vom 30. Juli 2009 (BGBl I S. 2474), in Verbindung mit
§ 260
des Aktiengesetzes
vom 6. September 1965 (BGBl I S. 1089), zuletzt geändert durch Art. 1 des Gesetzes
vom 31. Juli 2009 (BGBl I S. 2509), werden die Entscheidungen nach
§ 260 Abs. 2 Satz 1
in Verbindung mit
§ 132 Abs. 1
des Aktiengesetzes
übertragen dem
- 1.
Landgericht München I
für die Landgerichtsbezirke
des Oberlandesgerichts München,
- 2.
Landgericht Nürnberg-Fürth
für die Landgerichtsbezirke
der Oberlandesgerichte Nürnberg und Bamberg.
(2) Auf Grund des §
260
Abs. 3 Satz 1
in Verbindung mit § 99
Abs. 3
Satz 5
des
Aktiengesetzes
wird die Entscheidung über die Beschwerden nach § 260
Abs. 3 Satz 4
in Verbindung mit § 99
Abs. 3
Satz 2
des
Aktiengesetzes
dem Oberlandesgericht München übertragen.
§ 15a
Feststellung der Nichtigkeit und
Anfechtung
eines Hauptversammlungsbeschlusses
Auf Grund des
§ 246 Abs. 3 Satz 3
des Aktiengesetzes
vom 6. September 1965 (BGBl I S. 1089), zuletzt geändert durch Art. 1 des Gesetzes
vom 31. Juli 2009 (BGBl I S. 2509), in Verbindung mit
§ 148 Abs. 2 Satz 3
des Aktiengesetzes, auf Grund des
§ 249 Abs. 1 Satz 1
des Aktiengesetzes
in Verbindung mit
§ 246 Abs. 3 Satz 3
,
§ 148 Abs. 2 Satz 3
des Aktiengesetzes
und auf Grund des
§ 36 Satz 1
des Gesetzes über die Beaufsichtigung der Versicherungsunternehmen (Versicherungsaufsichtsgesetz
- VAG)
in der Fassung der Bekanntmachung vom 17. Dezember 1992 (BGBl I 1993 S. 2), zuletzt
geändert durch Art. 4 Abs. 10 des Gesetzes vom 30. Juli 2009 (BGBl I S. 2437),
in Verbindung mit
§ 249 Abs. 1 Satz 1
,
§ 246 Abs. 3 Satz 3
,
§ 148 Abs. 2 Satz 3
des Aktiengesetzes
werden die Entscheidungen nach
§ 246 Abs. 1
und
§ 249 Abs. 1 Satz 1
des Aktiengesetzes, soweit der Rechtsstreit Aktiengesellschaften oder Kommanditgesellschaften
auf Aktien betrifft, und
§ 36 Satz 1
VAG
übertragen dem
- 1.
Landgericht München I
für die Landgerichtsbezirke
des Oberlandesgerichts München,
- 2.
Landgericht Nürnberg-Fürth
für die Landgerichtsbezirke
der Oberlandesgerichte Nürnberg und Bamberg.
§ 15b
Gestattung der Nichtaufnahme von
Tatsachen
in den Prüfungsbericht
Auf Grund des § 71 Abs. 4 Satz 1 und Abs. 2 Nr. 4 Buchst.
b des Gerichtsverfassungsgesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 9. Mai 1975
(BGBl I S. 1077), zuletzt geändert durch Art. 5 des Gesetzes vom 30. Juli 2009
(BGBl I S. 2474), in Verbindung mit § 145 des Aktiengesetzes vom 6. September
1965 (BGBl I S. 1089), zuletzt geändert durch Art. 1 des Gesetzes vom 31. Juli
2009 (BGBl I S. 2509), in Verbindung mit § 259 Abs. 1 Satz 3, § 145 Abs.
4 des Aktiengesetzes sowie in Verbindung mit § 36 Satz 1 des Gesetzes über
die Beaufsichtigung der Versicherungsunternehmen (Versicherungsaufsichtsgesetz -
VAG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 17. Dezember 1992 (BGBl I 1993 S. 2),
zuletzt geändert durch Art. 4 Abs. 10 des Gesetzes vom 30. Juli 2009 (BGBl I
S. 2437), und § 259 Abs. 1 Satz 3, § 145 Abs. 4 des Aktiengesetzes werden
die Entscheidungen nach § 145 Abs. 4, § 259 Abs. 1 Satz 3 des Aktiengesetzes
und § 36 Satz 1 VAG übertragen dem
- 1.
Landgericht München I
für die Landgerichtsbezirke
des Oberlandesgerichts München,
- 2.
Landgericht Nürnberg-Fürth
für die Landgerichtsbezirke
der Oberlandesgerichte Nürnberg und Bamberg.
§ 15c
Feststellung der Nichtigkeit und
Anfechtung
des Beschlusses über die Verwendung des Bilanzgewinns
Auf Grund des
§ 253 Abs. 2
des Aktiengesetzes
vom 6. September 1965 (BGBl I S. 1089), zuletzt geändert durch Art. 1 des Gesetzes
vom 31. Juli 2009 (BGBl I S. 2509), in Verbindung mit
§ 249 Abs. 1 Satz 1
,
§ 246 Abs. 3 Satz 3
,
§ 148 Abs. 2 Satz 3
des Aktiengesetzes, auf Grund des
§ 254 Abs. 2 Satz 1
in Verbindung mit
§ 246 Abs. 3 Satz 3
,
§ 148 Abs. 2 Satz 3
des Aktiengesetzes
und auf Grund des
§ 36 Satz 1
des Gesetzes über die Beaufsichtigung der Versicherungsunternehmen (Versicherungsaufsichtsgesetz
- VAG)
in der Fassung der Bekanntmachung vom 17. Dezember 1992 (BGBl I 1993 S. 2), zuletzt
geändert durch Art. 4 Abs. 10 des Gesetzes vom 30. Juli 2009 (BGBl I S. 2437),
in Verbindung mit
§ 253 Abs. 2
,
§ 249 Abs. 1 Satz 1
,
§ 246 Abs. 3 Satz 3
,
§ 148 Abs. 2 Satz 3
des Aktiengesetzes
werden die Entscheidungen nach
§ 253 Abs. 2
und
§ 254 Abs. 1
des Aktiengesetzes
sowie
§ 36 Abs. 1
VAG
übertragen dem
- 1.
Landgericht München I
für die Landgerichtsbezirke
des Oberlandesgerichts München,
- 2.
Landgericht Nürnberg-Fürth
für die Landgerichtsbezirke
der Oberlandesgerichte Nürnberg und Bamberg.
§ 15d
Feststellung der Nichtigkeit des
Jahresabschlusses oder Anfechtung
der Feststellung des Jahresabschlusses durch die
Hauptversammlung und die oberste Vertretung
Auf Grund des
§ 256 Abs. 7 Satz 1
des Aktiengesetzes
vom 6. September 1965 (BGBl I S. 1089), zuletzt geändert durch Art. 1 des Gesetzes
vom 31. Juli 2009 (BGBl I S. 2509), in Verbindung mit
§ 249 Abs. 1 Satz 1
,
§ 246 Abs. 3 Satz 3
,
§ 148 Abs. 2 Satz 3
des Aktiengesetzes, auf Grund des
§ 257 Abs. 2 Satz 1
des Aktiengesetzes
in Verbindung mit
§ 246 Abs. 3 Satz 3
,
§ 148 Abs. 2 Satz 3
des Aktiengesetzes
und auf Grund des
§ 36 Satz 1
des Gesetzes über die Beaufsichtigung der Versicherungsunternehmen (Versicherungsaufsichtsgesetz
- VAG)
in der Fassung der Bekanntmachung vom 17. Dezember 1992 (BGBl I 1993 S. 2), zuletzt
geändert durch Art. 4 Abs. 10 des Gesetzes vom 30. Juli 2009 (BGBl I S. 2437),
in Verbindung mit
§ 257 Abs. 2 Satz 1
,
§ 246 Abs. 3 Satz 3
,
§ 148 Abs. 2 Satz 3
des Aktiengesetzes
werden die Entscheidungen nach
§ 256 Abs. 7 Satz 1
und
§ 257 Abs. 1
des Aktiengesetzes
sowie
§ 36 Satz 1
VAG
übertragen dem
- 1.
Landgericht München I
für die Landgerichtsbezirke
des Oberlandesgerichts München,
- 2.
Landgericht Nürnberg-Fürth
für die Landgerichtsbezirke
der Oberlandesgerichte Nürnberg und Bamberg.
§ 15e
Anfechtung der Kapitalerhöhung
gegen Einlagen
Auf Grund des
§ 255 Abs. 3
des Aktiengesetzes
vom 6. September 1965 (BGBl I S. 1089), zuletzt geändert durch Art. 1 des Gesetzes
vom 31. Juli 2009 (BGBl I S. 2509), in Verbindung mit
§ 246 Abs. 3 Satz 3
,
§ 148 Abs. 2 Satz 3
des Aktiengesetzes
werden die Entscheidungen nach
§ 255 Abs. 1
des Aktiengesetzes
übertragen dem
- 1.
Landgericht München I
für die Landgerichtsbezirke
des Oberlandesgerichts München,
- 2.
Landgericht Nürnberg-Fürth
für die Landgerichtsbezirke
der Oberlandesgerichte Nürnberg und Bamberg.
§ 16
Gerichtliche Entscheidungen
im gesellschaftsrechtlichen Spruchverfahren
(1) Auf Grund des
§ 71 Abs. 4 Satz 1 und Abs. 2 Nr. 4 Buchst. e
des Gerichtsverfassungsgesetzes
in der Fassung der Bekanntmachung vom 9. Mai 1975 (BGBl I S. 1077), zuletzt geändert
durch Art. 5 des Gesetzes vom 30. Juli 2009 (BGBl I S. 2474), werden die Entscheidungen
nach
§ 1
des Gesetzes über das gesellschaftsrechtliche Spruchverfahren (Spruchverfahrensgesetz
- SpruchG)
in der Fassung von Art. 1 des Gesetzes vom 12. Juni 2003 (BGBl I S. 838), zuletzt
geändert durch Art. 42 des Gesetzes vom 17. Dezember 2008 (BGBl I S. 2586),
übertragen dem
- 1.
Landgericht München I
für die Landgerichtsbezirke
des Oberlandesgerichts München,
- 2.
Landgericht Nürnberg-Fürth
für die Landgerichtsbezirke
der Oberlandesgerichte Nürnberg und Bamberg.
(2) Auf Grund des §
12
Abs. 2 Satz 1 SpruchG
wird die Entscheidung über die Beschwerden nach § 12
Abs. 1 SpruchG
dem Oberlandesgericht München übertragen.
§ 17
Auskunfts- und Einsichtsrecht
der Gesellschafter einer Gesellschaft
mit beschränkter Haftung
(1) Auf Grund des
§ 71 Abs. 4 Satz 1 und Abs. 2 Nr. 4 Buchst. b
des Gerichtsverfassungsgesetzes
in der Fassung der Bekanntmachung vom 9. Mai 1975 (BGBl I S. 1077), zuletzt geändert
durch Art. 5 des Gesetzes vom 30. Juli 2009 (BGBl I S. 2474), in Verbindung mit
§ 51b Satz 1
des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung - GmbHG
-
(BGBl III 4123-1), zuletzt geändert durch Art. 5 des Gesetzes vom 31. Juli 2009
(BGBl I S. 2509), und
§ 132 Abs. 1
des Aktiengesetzes
vom 6. September 1965 (BGBl I S. 1089), zuletzt geändert durch Art. 1 des Gesetzes
vom 31. Juli 2009 (BGBl I S. 2509), werden die Entscheidungen nach
§ 51b Satz 1
GmbHG
in Verbindung mit
§ 132 Abs. 1
des Aktiengesetzes
übertragen dem
- 1.
Landgericht München I
für die Landgerichtsbezirke
des Oberlandesgerichts München,
- 2.
Landgericht Nürnberg-Fürth
für die Landgerichtsbezirke
der Oberlandesgerichte Nürnberg und Bamberg.
(2) Auf Grund von
§ 51b Satz 1
GmbHG
in Verbindung mit
§ 99 Abs. 3 Satz 5
und
§ 132 Abs. 3 Satz 1
des Aktiengesetzes
wird die Entscheidung über die Beschwerden nach
§ 51b Satz 1
GmbHG
in Verbindung mit
§ 132 Abs. 3 Satz 1
und
§ 99 Abs. 3 Satz 2
des Aktiengesetzes
dem Oberlandesgericht München übertragen.
§ 18
Bestellung von Verschmelzungs-
und
Spaltungsprüfern;
Ersatz von Auslagen und Vergütung
(1) Auf Grund des
§ 71 Abs. 4 Satz 1 und Abs. 2 Nr. 4 Buchst. d
des Gerichtsverfassungsgesetzes
in der Fassung der Bekanntmachung vom 9. Mai 1975 (BGBl I S. 1077), zuletzt geändert
durch Art. 5 des Gesetzes vom 30. Juli 2009 (BGBl I S. 2474), in Verbindung mit
§ 10
,
§ 36 Abs. 1 Satz 1
,
§ 44 Satz 1
,
§ 48 Satz 1
,
§ 60
,
§ 81 Abs. 2
,
§ 100 Satz 1
und
§ 125
des Umwandlungsgesetzes (UmwG)
vom 28. Oktober 1994 (BGBl I S. 3210, 1995 I S. 428), zuletzt geändert durch
Art. 5 des Gesetzes vom 24. September 2009 (BGBl I S. 3145), werden die Entscheidungen
nach
§ 10 Abs. 1
in Verbindung mit
§ 36 Abs. 1 Satz 1
,
§ 44 Satz 1
,
§ 48 Satz 1
,
§ 60
,
§ 81 Abs. 2
,
§ 100 Satz 1
und
§ 125
UmwG
sowie
§ 318 Abs. 5 Satz 2
des Handelsgesetzbuchs
übertragen dem
- 1.
Landgericht München I
für die Landgerichtsbezirke
des Oberlandesgerichts München,
- 2.
Landgericht Nürnberg-Fürth
für die Landgerichtsbezirke
der Oberlandesgerichte Nürnberg und Bamberg.
(2) Auf Grund von §
10
Abs. 5 Satz 1
in Verbindung mit § 36
Abs. 1 Satz 1, § 44
Satz 1, § 48
Satz 1, § 60
, § 81
Abs. 2, § 100
Satz 1
und § 125
UmwG
wird die Entscheidung über die Beschwerden nach § 10
Abs. 4
in Verbindung mit § 36
Abs. 1 Satz 1, § 44
Satz 1, § 48
Satz 1, § 60
, § 81
Abs. 2, § 100
Satz 1
und § 125
UmwG
sowie § 318
Abs. 5 Satz 3 des Handelsgesetzbuchs dem Oberlandesgericht München übertragen.
§ 19
Bestellung von Vertrags- und
Eingliederungsprüfern;
Ersatz von Auslagen und Vergütung
(1) Auf Grund des
§ 71 Abs. 4 Satz 1 und Abs. 2 Nr. 4 Buchst. b
des Gerichtsverfassungsgesetzes
in der Fassung der Bekanntmachung vom 9. Mai 1975 (BGBl I S. 1077), zuletzt geändert
durch Art. 5 des Gesetzes vom 30. Juli 2009 (BGBl I S. 2474), in Verbindung mit
§ 293c
und
§ 320 Abs. 3 Satz 3
des Aktiengesetzes
vom 6. September 1965 (BGBl I S. 1089), zuletzt geändert durch Art. 1 des Gesetzes
vom 31. Juli 2009 (BGBl I S. 2509), werden die Entscheidungen nach
§ 293c Abs. 1 Sätze 1 und 5
und
§ 320 Abs. 3
des Aktiengesetzes
in Verbindung mit
§ 318 Abs. 5 Satz 2
des Handelsgesetzbuchs
übertragen dem
- 1.
Landgericht München I
für die Landgerichtsbezirke
des Oberlandesgerichts München,
- 2.
Landgericht Nürnberg-Fürth
für die Landgerichtsbezirke
der Oberlandesgerichte Nürnberg und Bamberg.
(2) Auf Grund des
§ 10 Abs. 5 Satz 1
des Umwandlungsgesetzes (UmwG)
vom 28. Oktober 1994 (BGBl I S. 3210, 1995 I S. 428), zuletzt geändert durch
Art. 5 des Gesetzes vom 24. September 2009 (BGBl I S. 3145), in Verbindung mit
§ 293c Abs. 2
und
§ 320 Abs. 3 Satz 3
des Aktiengesetzes
wird die Entscheidung über die Beschwerden nach
§ 10 Abs. 4
UmwG
in Verbindung mit
§ 293c Abs. 1 Sätze 1 und 5
,
§ 320 Abs. 3
des Aktiengesetzes
sowie
§ 318 Abs. 5 Satz 3
des Handelsgesetzbuchs
dem Oberlandesgericht München übertragen.
§ 20
Bestellung von Prüfern zur
Prüfung
der Angemessenheit der Barabfindung
beim Ausschluss von Minderheitsaktionären;
Ersatz von Auslagen und Vergütung
(1) Auf Grund des
§ 71 Abs. 4 Satz 1 und Abs. 2 Nr. 4 Buchst. b
des Gerichtsverfassungsgesetzes
in der Fassung der Bekanntmachung vom 9. Mai 1975 (BGBl I S. 1077), zuletzt geändert
durch Art. 5 des Gesetzes vom 30. Juli 2009 (BGBl I S. 2474), in Verbindung mit
§ 293c
und
§ 327c Abs. 2 Satz 4
des Aktiengesetzes
vom 6. September 1965 (BGBl I S. 1089), zuletzt geändert durch Art. 1 des Gesetzes
vom 31. Juli 2009 (BGBl I S. 2509), werden die Entscheidungen nach
§ 327c Abs. 2 Sätze 3 und 4
des Aktiengesetzes
in Verbindung mit
§ 293c Abs. 1 Satz 5
des Aktiengesetzes
und
§ 318 Abs. 5 Satz 2
des Handelsgesetzbuchs
übertragen dem
- 1.
Landgericht München I
für die Landgerichtsbezirke
des Oberlandesgerichts München,
- 2.
Landgericht Nürnberg-Fürth
für die Landgerichtsbezirke
der Oberlandesgerichte Nürnberg und Bamberg.
(2) Auf Grund des
§ 10 Abs. 5 Satz 1
des Umwandlungsgesetzes (UmwG)
vom 28. Oktober 1994 (BGBl I S. 3210, 1995 I S. 428), zuletzt geändert durch
Art. 5 des Gesetzes vom 24. September 2009 (BGBl I S. 3145), in Verbindung mit
§ 293c Abs. 2
und
§ 327c Abs. 2 Satz 4
des Aktiengesetzes
wird die Entscheidung über die Beschwerden nach
§ 10 Abs. 4
UmwG
in Verbindung mit
§ 327c Abs. 2 Sätze 3 und 4
des Aktiengesetzes
in Verbindung mit
§ 293c Abs. 1 Satz 5
des Aktiengesetzes
und
§ 318 Abs. 5 Satz 3
des Handelsgesetzbuchs
dem Oberlandesgericht München übertragen.
§ 21
Ausgleich beim Erlöschen von
Mehrstimmrechten;
Antrag auf gerichtliche Bestimmung
des angemessenen Ausgleichs
(1) Auf Grund des § 71 Abs. 4 Satz 1 und Abs. 2 Nr.
4 Buchst. e des Gerichtsverfassungsgesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom
9. Mai 1975 (BGBl I S. 1077), zuletzt geändert durch Art. 5 des Gesetzes vom
30. Juli 2009 (BGBl I S. 2474), in Verbindung mit § 5 Abs. 5 des Einführungsgesetzes
zum Aktiengesetz (EGAktG) vom 6. September 1965 (BGBl I S. 1185), zuletzt geändert
durch Art. 2 des Gesetzes vom 31. Juli 2009 (BGBl I S. 2509), und mit dem Spruchverfahrensgesetz
(SpruchG) in der Fassung von Art. 1 des Gesetzes vom 12. Juni 2003 (BGBl I S. 838),
zuletzt geändert durch Art. 42 des Gesetzes vom 17. Dezember 2008 (BGBl I S.
2586), werden die Entscheidungen nach § 5 Abs. 3 Satz 2 und Abs. 4 Satz 2 EGAktG
übertragen dem
- 1.
Landgericht München I
für die Landgerichtsbezirke
des Oberlandesgerichts München,
- 2.
Landgericht Nürnberg-Fürth
für die Landgerichtsbezirke
der Oberlandesgerichte Nürnberg und Bamberg.
(2) Auf Grund von §
5
Abs. 5 EGAktG
in Verbindung mit § 12
Abs. 2 Satz 1 SpruchG
wird die Entscheidung über die Beschwerden nach § 5
Abs. 5 EGAktG
in Verbindung mit § 12
Abs. 1 SpruchG
dem Oberlandesgericht München übertragen.
§ 21a
Unternehmensrechtliche Verfahren
Auf Grund des
§ 376 Abs. 2 Satz 1
in Verbindung mit
§ 375 Nr. 1 und Nrn. 3 bis 14
des Gesetzes über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten
der freiwilligen Gerichtsbarkeit (FamFG)
in der Fassung des Art. 1 des Gesetzes vom 17. Dezember 2008 (BGBl I S. 2586), zuletzt
geändert durch Art. 2 des Gesetzes vom 31. Juli 2009 (BGBl I S. 2512), werden
die unternehmensrechtlichen Verfahren den Amtsgerichten übertragen, die gemäß
§ 376 Abs. 1
in Verbindung mit
§ 374 Nr. 1
FamFG
und § 9
dieser Verordnung für die Führung der Handelsregister zuständig sind.
§ 22
Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen
(1) Auf Grund des §
89
Abs. 1 Satz 1 des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB)
in der Fassung der Bekanntmachung vom 15. Juli 2005 (BGBl I S. 2114), zuletzt geändert
durch Art. 1 des Gesetzes vom 1. September 2005 (BGBl I S. 2676), werden die bürgerlichen
Rechtsstreitigkeiten, für die nach §
87
GWB
ausschließlich die Landgerichte zuständig sind, übertragen dem
- 1.
Landgericht München I
für die Landgerichtsbezirke
des Oberlandesgerichts München,
- 2.
Landgericht Nürnberg-Fürth
für die Landgerichtsbezirke
der Oberlandesgerichte Nürnberg und Bamberg.
(2) Auf Grund von §
93
in Verbindung mit § 92
Abs. 1 Satz 1 GWB
wird die Entscheidung über die Berufung gegen Endurteile und über die
Beschwerde gegen sonstige Entscheidungen der nach Abs. 1 zuständigen Landgerichte
übertragen dem
- 1.
Oberlandesgericht München
für seinen Bezirk,
- 2.
Oberlandesgericht Nürnberg
für seinen Bezirk und
den Bezirk des Oberlandesgerichts Bamberg.
(3) Auf Grund des §
116
Abs. 4
Satz 1
GWB
wird die Entscheidung über die sofortige Beschwerde gegen Entscheidungen der
Vergabekammer (§ 116
Abs. 1 und 2
GWB) dem Oberlandesgericht München übertragen.
§ 22a
Verfahren nach dem Energiewirtschaftsgesetz
Auf Grund von §
106
Abs. 2 des Gesetzes über die Elektrizitäts- und Gasversorgung (Energiewirtschaftsgesetz
- EnWG)
vom 7. Juli 2005 (BGBl I S. 1970, 3621), zuletzt geändert durch Art. 7 Abs.
14 des Gesetzes vom 26. März 2007 (BGBl I S. 358), in Verbindung mit § 92
Abs. 1 Satz 1
und § 93
des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB)
in der Fassung der Bekanntmachung vom 15. Juli 2005 (BGBl I S. 2114), zuletzt geändert
durch Art. 7 Abs. 11 des Gesetzes vom 26. März 2007 (BGBl I S. 358), werden
die Entscheidungen nach § 106
Abs. 1 EnWG
übertragen dem
- 1.
Oberlandesgericht München
für seinen Bezirk,
- 2.
Oberlandesgericht Nürnberg
für seinen Bezirk und
den Bezirk des Oberlandesgerichts Bamberg.
§ 23
Wertpapierbereinigung
Auf Grund von §
29
Abs. 1 Satz 2 des Gesetzes zur Bereinigung des Wertpapierwesens (Wertpapierbereinigungsgesetz)
vom 19. August 1949 (BGBl III 4139-1), zuletzt geändert durch Art. 4 Abs. 39
des Gesetzes vom 5. Mai 2004 (BGBl I S. 718), §
71
Abs. 2 des Gesetzes zur Bereinigung von deutschen Schuldverschreibungen, die auf
ausländische Währung lauten (Bereinigungsgesetz für Deutsche Auslandsbonds
- AuslWBG), vom 25. August 1952 (BGBl III 4139-2), zuletzt geändert durch
Art. 75 der Verordnung vom 25. November 2003 (BGBl I S. 2304) und § 37
Satz 1 des Vierten Gesetzes zur Änderung und Ergänzung des Wertpapierbereinigungsgesetzes
(Wertpapierbereinigungsschlussgesetz)
vom 28. Januar 1964 (BGBl I S. 45), zuletzt geändert durch Art. 6 des Gesetzes
vom 21. Juli 2004 (BGBl I S. 1742), werden den Kammern für Handelssachen bei
dem Landgericht München I übertragen
- 1.
die Aufgaben der nach §
29
des Wertpapierbereinigungsgesetzes
gebildeten Kammern für Wertpapierbereinigung,
- 2.
die Aufgaben und Entscheidungsbefugnisse auf Grund des Bereinigungsgesetzes
für Deutsche Auslandsbonds.
§ 24
Wertpapiererwerbs- und Übernahmesachen
Auf Grund des §
66
Abs. 3 Satz 1 des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes (WpÜG)
in der Fassung des Art. 1 des Gesetzes vom 20. Dezember 2001 (BGBl I S. 3822), zuletzt
geändert durch Art. 71 der Verordnung vom 25. November 2003 (BGBl I S. 2304),
werden die bürgerlichen Rechtsstreitigkeiten, die sich aus diesem Gesetz ergeben,
soweit aus § 24a
nichts anderes folgt, übertragen dem
- 1.
Landgericht München I
für die Landgerichtsbezirke
des Oberlandesgerichts München,
- 2.
Landgericht Nürnberg-Fürth
für die Landgerichtsbezirke
der Oberlandesgerichte Nürnberg und Bamberg.
§ 24a
Klagen auf Grund falscher, irreführender
oder unterlassener öffentlicher
Kapitalmarktinformationen und vertraglicher Erfüllungsansprüche aus Angeboten
nach dem Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetz
Auf Grund von §
32b
Abs. 2 Satz 1 der Zivilprozessordnung
in der Fassung der Bekanntmachung vom 5. Dezember 2005 (BGBl I S. 3202, 2006 I S.
431), zuletzt geändert durch Art. 3 Abs. 6 des Gesetzes vom 26. März 2007
(BGBl I S. 370), werden die Entscheidungen nach §
32b
Abs. 1 der Zivilprozessordnung
übertragen dem
- 1.
Landgericht Augsburg
für die Landgerichtsbezirke
Augsburg, Kempten (Allgäu) und Memmingen,
- 2.
Landgericht Landshut
für die Landgerichtsbezirke
Deggendorf, Landshut und Passau,
- 3.
Landgericht München I
für die Landgerichtsbezirke
Ingolstadt, München I, München II und Traunstein,
- 4.
Landgericht Nürnberg-Fürth
für die Landgerichtsbezirke
der Oberlandesgerichte Nürnberg und Bamberg.
Abschnitt IV Gewerblicher Rechtsschutz und Urheberrecht
§ 25
Patentstreitsachen
Auf Grund des §
143
Abs. 2
Satz 1
des
Patentgesetzes
in der Fassung der Bekanntmachung vom 16. Dezember 1980 (BGBl 1981 I S. 1), zuletzt
geändert durch Art. 4 Abs. 41 des Gesetzes vom 5. Mai 2004 (BGBl I S. 718),
wird die Zuständigkeit für Patentstreitsachen übertragen dem
- 1.
Landgericht München I
für den Oberlandesgerichtsbezirk
München,
- 2.
Landgericht Nürnberg-Fürth
für die Oberlandesgerichtsbezirke
Nürnberg und Bamberg.
§ 26
Gebrauchsmusterstreitsachen
Auf Grund des §
27
Abs. 2
des
Gebrauchsmustergesetzes (GebrMG)
in der Fassung der Bekanntmachung vom 28. August 1986 (BGBl I S. 1455), zuletzt
geändert durch Art. 4 Abs. 42 des Gesetzes vom 5. Mai 2004 (BGBl I S. 718),
wird die Zuständigkeit für Gebrauchsmusterstreitsachen übertragen
dem
- 1.
Landgericht München I
für die Landgerichtsbezirke
des Oberlandesgerichts München,
- 2.
Landgericht Nürnberg-Fürth
für die Landgerichtsbezirke
der Oberlandesgerichte Nürnberg und Bamberg.
§ 27
Halbleiterschutzstreitsachen
Auf Grund des §
11
Abs. 2 des Gesetzes über den Schutz der Topographien von mikroelektronischen
Halbleitererzeugnissen (Halbleiterschutzgesetz - HalblSchG)
vom 22. Oktober 1987 (BGBl I S. 2294), zuletzt geändert durch Art. 2 Abs. 15
des Gesetzes vom 12. März 2004 (BGBl I S. 390), in Verbindung mit § 27
Abs. 2
des
Gebrauchsmustergesetzes (GebrMG)
wird die Zuständigkeit für Halbleiterschutzstreitsachen übertragen
dem
- 1.
Landgericht München I
für die Landgerichtsbezirke
des Oberlandesgerichts München,
- 2.
Landgericht Nürnberg-Fürth
für die Landgerichtsbezirke
der Oberlandesgerichte Nürnberg und Bamberg.
§ 28
Geschmacksmusterstreitsachen und
Gemeinschaftsgeschmacksmusterstreitverfahren
Auf Grund von §
52
Abs. 2 Satz 1
und § 63
Abs. 2 Satz 1 des Gesetzes über den rechtlichen Schutz von Mustern und Modellen
(Geschmacksmustergesetz - GeschmMG)
in der Fassung von Art. 1 des Gesetzes vom 12. März 2004 (BGBl I S. 390), geändert
durch Art. 4 Abs. 52 des Gesetzes vom 5. Mai 2004 (BGBl I S. 718), wird die Zuständigkeit
für Geschmacksmusterstreitsachen und Gemeinschaftsgeschmacksmusterstreitverfahren
übertragen dem
- 1.
Landgericht München I
für die Landgerichtsbezirke
des Oberlandesgerichts München,
- 2.
Landgericht Nürnberg-Fürth
für die Landgerichtsbezirke
der Oberlandesgerichte Nürnberg und Bamberg.
§ 29
Sortenschutzstreitsachen
Auf Grund des §
38
Abs. 2
Satz 1
des
Sortenschutzgesetzes
in der Fassung der Bekanntmachung vom 19. Dezember 1997 (BGBl I S. 3164), zuletzt
geändert durch Art. 4 Abs. 66 des Gesetzes vom 5. Mai 2004 (BGBl I S. 718),
werden die Sortenschutzstreitsachen nach §
38
Abs. 1
des
Sortenschutzgesetzes
dem Landgericht München I für alle übrigen Landgerichte des Freistaates
Bayern übertragen.
§ 30
Gemeinschaftsmarken- und Kennzeichenstreitsachen
Auf Grund von §
125e
Abs. 3 Satz 1
und § 140
Abs. 2 Satz 1 des Gesetzes über den Schutz von Marken und sonstigen Kennzeichen
(Markengesetz - MarkenG)
vom 25. Oktober 1994 (BGBl I S. 3082), zuletzt geändert durch § 20 Abs.
5 des Gesetzes vom 3. Juli 2004 (BGBl I S. 1414), werden als Gerichte für Gemeinschaftsmarkenstreitsachen
(§ 125e
Abs. 1 MarkenG) und für Kennzeichenstreitsachen (§ 140
Abs. 1 MarkenG) bestimmt das
- 1.
Landgericht München I
für die Landgerichtsbezirke
des Oberlandesgerichts München,
- 2.
Landgericht Nürnberg-Fürth
für die Landgerichtsbezirke
der Oberlandesgerichte Nürnberg und Bamberg.
§ 31
Streitsachen nach dem Gesetz zum
Schutz
des olympischen Emblems und
der olympischen Bezeichnungen
Auf Grund des §
9
Abs. 2 Satz 1 des Gesetzes zum Schutz des olympischen Emblems und der olympischen
Bezeichnungen (OlympSchG)
vom 31. März 2004 (BGBl I S. 479) wird die Zuständigkeit für Streitsachen
nach dem Gesetz zum Schutz des olympischen Emblems und der olympischen Bezeichnungen
übertragen dem
- 1.
Landgericht München I
für die Landgerichtsbezirke
des Oberlandesgerichts München,
- 2.
Landgericht Nürnberg-Fürth
für die Landgerichtsbezirke
der Oberlandesgerichte Nürnberg und Bamberg.
§ 32
Urheberrechtsstreitsachen
(1) Auf Grund des §
105
Abs. 2 des Gesetzes über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte (Urheberrechtsgesetz)
vom 9. September 1965 (BGBl I S. 1273), zuletzt geändert durch Art. 1 des Gesetzes
vom 10. September 2003 (BGBl I S. 1774), werden die zur Zuständigkeit der Amtsgerichte
gehörenden Urheberrechtsstreitsachen den Amtsgerichten am Sitz der Landgerichte
jeweils für alle Amtsgerichtsbezirke des übergeordneten Landgerichts übertragen,
dem Amtsgericht München auch für die Amtsgerichtsbezirke des Landgerichts
München II.
(2) Auf Grund des §
105
Abs. 1 des Urheberrechtsgesetzes
werden Urheberrechtsstreitsachen, für die die Landgerichte in erster Instanz
oder in der Berufungsinstanz zuständig sind, übertragen dem
- 1.
Landgericht München I
für die Landgerichtsbezirke
des Oberlandesgerichts München,
- 2.
Landgericht Nürnberg-Fürth
für die Landgerichtsbezirke
der Oberlandesgerichte Nürnberg und Bamberg.
Abschnitt V Besondere Sachgebiete
§ 33
Landwirtschaftssachen
1 Auf
Grund des § 8
Satz 1 des Gesetzes über das gerichtliche Verfahren in Landwirtschaftssachen
vom 21. Juli 1953 (BGBl III 317-1), zuletzt geändert durch Art. 4 Abs. 23 des
Gesetzes vom 5. Mai 2004 (BGBl I S. 718), werden die zur Zuständigkeit der Amtsgerichte
gehörenden Geschäfte in Landwirtschaftssachen jeweils dem Amtsgericht am
Sitz des Landgerichts für alle Amtsgerichte des Landgerichtsbezirks übertragen.
2 Das
gilt für das Amtsgericht München auch hinsichtlich des Landgerichtsbezirks
München II.
§ 34
Verfahren nach dem Baugesetzbuch
Auf Grund des §
219
Abs. 2 Satz 1 des Baugesetzbuchs (BauGB)
in der Fassung der Bekanntmachung vom 23. September 2004 (BGBl I S. 2414) werden
die Verhandlungen und Entscheidungen über Anträge auf gerichtliche Entscheidung
in Verfahren nach dem Baugesetzbuch übertragen dem Landgericht
- 1.
Ansbach
für die Bezirke der Landgerichte
Ansbach und Nürnberg-Fürth,
- 2.
Augsburg
für die Bezirke der Landgerichte
Augsburg, Kempten (Allgäu) und Memmingen,
- 3.
Bayreuth
für die Bezirke der Landgerichte
Bamberg, Bayreuth, Coburg und Hof,
- 4.
Landshut
für die Bezirke der Landgerichte
Deggendorf, Landshut und Passau,
- 5.
München I
für die Bezirke der Landgerichte
Ingolstadt, München I, München II und Traunstein,
- 6.
Regensburg
für die Bezirke der Landgerichte
Amberg, Regensburg und Weiden i. d. OPf.,
- 7.
Würzburg
für die Bezirke der Landgerichte
Aschaffenburg, Schweinfurt und Würzburg.
§ 35
Binnenschifffahrtssachen
Auf Grund des §
4
Abs. 1 Satz 1 des Gesetzes über das gerichtliche Verfahren in Binnenschifffahrtssachen
vom 27. September 1952 (BGBl III 310-5), zuletzt geändert durch Art. 8 des
Gesetzes vom 27. Juli 2001 (BGBl I S. 1887), werden die Verhandlung und Entscheidung
von Binnenschifffahrtssachen übertragen dem
- 1.
Amtsgericht Bamberg
als Schifffahrtsgericht für
die Gewässer in den Landgerichtsbezirken Bamberg, Bayreuth, Coburg und Hof,
- 2.
Amtsgericht Lindau (Bodensee)
- a)
als Schifffahrtsgericht
für den Bodensee,
- b)
für die Gewässer in dem Landgerichtsbezirk
Kempten (Allgäu),
- c)
für die Gewässer in dem Amtsgerichtsbezirk
Memmingen,
- 3.
Amtsgericht Nürnberg
als Schifffahrtsgericht für
die Gewässer in den Landgerichtsbezirken Ansbach, Ingolstadt und Nürnberg-Fürth
sowie in den Amtsgerichtsbezirken Dillingen a. d. Donau, Günzburg, Neu-Ulm und
Nördlingen,
- 4.
Amtsgericht Regensburg
als Schifffahrtsgericht für
die Gewässer in den Landgerichtsbezirken Amberg, Deggendorf, Landshut, Passau,
Regensburg und Weiden i. d. OPf.,
- 5.
Amtsgericht Starnberg
als Schifffahrtsgericht für
die Gewässer in den Landgerichtsbezirken Augsburg - ausgenommen für die
Gewässer in den Amtsgerichtsbezirken Dillingen a. d. Donau und Nördlingen
-, München I, München II und Traunstein,
- 6.
Amtsgericht Würzburg
als Schifffahrtsgericht für
die Gewässer in den Landgerichtsbezirken Aschaffenburg, Schweinfurt und Würzburg,
- 7.
Oberlandesgericht Nürnberg
als Schifffahrtsobergericht
für die Schifffahrtsgerichte im Freistaat Bayern. Dies gilt auch für Rechtsbeschwerden
in Bußgeldsachen.
§ 36
Führung des Schiffsregisters
und
des Schiffsbauregisters
(1) Auf Grund des §
1
Abs. 2
Satz 1
der
Schiffsregisterordnung
in der Fassung der Bekanntmachung vom 26. Mai 1994 (BGBl I S. 1133), zuletzt geändert
durch Art. 86 der Verordnung vom 29. Oktober 2001 (BGBl I S. 2785), wird die Führung
des Schiffsregisters für Schiffe, deren Heimatort in einem der nachstehend aufgeführten
Gebiete liegt, übertragen dem
- 1.
Amtsgericht Regensburg
für das von der Donau
und ihren nördlichen Nebenflüssen umfasste sowie für das südlich
der Donau gelegene Gebiet des Freistaates Bayern,
- 2.
Amtsgericht Würzburg
für das übrige Gebiet
des Freistaates Bayern.
(2) 1 Auf
Grund des § 65
Abs. 1
in Verbindung mit § 1
Abs. 2
Satz 1
der
Schiffsregisterordnung
wird die Führung des Schiffsbauregisters den Amtsgerichten übertragen,
bei denen ein Schiffsregister geführt wird. 2 Das Bauwerk eines Schiffes ist in das Schiffsbauregister
des Amtsgerichts einzutragen, in dessen Schiffsregister das fertige Schiff einzutragen
wäre, wenn der Bauort sein Heimatort wäre.
§ 37
Entschädigungssachen
(1) Auf Grund des §
208
Abs. 2 Satz 1 des Bundesentschädigungsgesetzes (BEG)
in der Fassung der Bekanntmachung vom 29. Juni 1956 (BGBl III 251-1), zuletzt geändert
durch Art. 4 Abs. 12 des Gesetzes vom 5. Mai 2004 (BGBl I S. 718), werden die Entschädigungssachen
im Gebiet des Freistaates Bayern dem Landgericht München I (Entschädigungskammer)
zugewiesen.
(2) Soweit Verfahren bei anderen Gerichten als den Entschädigungsgerichten
anhängig geworden sind, ist das Verfahren an das Landgericht München I
(Entschädigungskammer) abzugeben.
Abschnitt VI Zwangsvollstreckungs-, Konkurs-
und
Insolvenzrecht
§ 38
Zwangsversteigerungs-, Zwangsverwaltungs-,
Konkurs- und Insolvenzsachen
Auf Grund von § 1
Abs. 2 Satz 1 des Gesetzes über die Zwangsversteigerung und die Zwangsverwaltung
in der Fassung der Bekanntmachung vom 20. Mai 1898 (BGBl III 310-14), zuletzt geändert
durch Art. 10 des Gesetzes vom 24. August 2004 (BGBl I S. 2198), sowie § 71
Abs. 3
Satz 1
der
Konkursordnung
in der Fassung der Bekanntmachung vom 20. Mai 1898 (BGBl III 311-4), zuletzt geändert
durch Art. 5 des Gesetzes vom 25. August 1998 (BGBl I S. 2489), und § 2
Abs. 2
Satz 1
der
Insolvenzordnung (InsO)
vom 5. Oktober 1994 (BGBl I S. 2866), zuletzt geändert durch Art. 1 des Gesetzes
vom 5. April 2004 (BGBl I S. 502), wird bestimmt:
- 1.
1 Die
Zwangsversteigerungs-, Zwangsverwaltungs-, Konkurs- und Insolvenzsachen werden jeweils
dem Amtsgericht am Sitz des übergeordneten Landgerichts für alle Amtsgerichte
des betreffenden Landgerichtsbezirks übertragen. 2 Dies gilt für das Amtsgericht München
auch hinsichtlich der Amtsgerichte des Landgerichtsbezirks München II.
- 2.
In Abweichung von Nr. 1 sind zuständig in Zwangsversteigerungs-,
Zwangsverwaltungs-, Konkurs- und Insolvenzsachen
- a)
im Landgerichtsbezirk
Augsburg
für die Amtsgerichtsbezirke
Dillingen a. d. Donau und Nördlingen
das Amtsgericht Nördlingen,
- b)
im Landgerichtsbezirk Memmingen
für die Amtsgerichtsbezirke
Günzburg und Neu-Ulm
das Amtsgericht Neu-Ulm,
- c)
im Landgerichtsbezirk München II
- -
für die
Amtsgerichtsbezirke Garmisch-Partenkirchen, Starnberg und Weilheim i. OB
das Amtsgericht Weilheim i.
OB,
- -
für die Amtsgerichtsbezirke Miesbach und Wolfratshausen
das Amtsgericht Wolfratshausen,
- d)
im Landgerichtsbezirk Nürnberg-Fürth
für die Amtsgerichtsbezirke
Erlangen, Fürth und Neustadt a. d. Aisch
das Amtsgericht Fürth,
- e)
im Landgerichtsbezirk Regensburg
für den Amtsgerichtsbezirk
Straubing
das Amtsgericht Straubing,
- f)
im Landgerichtsbezirk Traunstein
- -
für die
Amtsgerichtsbezirke Altötting und Mühldorf a. Inn
das Amtsgericht Mühldorf
a. Inn,
- -
für den Amtsgerichtsbezirk Rosenheim
das Amtsgericht Rosenheim.
- 3.
In Abweichung von Nr. 1 sind zuständig in Zwangsversteigerungs-
und Zwangsverwaltungssachen
- a)
im Landgerichtsbezirk
Ansbach für den Amtsgerichtsbezirk Weißenburg i. Bay.
das Amtsgericht Weißenburg
i. Bay.,
- b)
im Landgerichtsbezirk Kempten (Allgäu)
für den Amtsgerichtsbezirk
Kaufbeuren das Amtsgericht Kaufbeuren.
Abschnitt VII Hinterlegung
§ 38a
Vollziehung der Hinterlegung und
der Herausgabe
Auf Grund des
Art. 2 Abs. 4 Alternative 2
des Bayerischen Hinterlegungsgesetzes (BayHintG)
vom 23. November 2010 (GVBl S. 738, BayRS 300-15-1-J) wird die Wahrnehmung der Hinterlegungsgeschäfte
- 1.
der Vollziehung der Hinterlegung in den Fällen des
Art. 12 Nr. 3
BayHintG
sowie
- 2.
der Vollziehung der Herausgabe in den Fällen des
Art. 23 Nr. 3
BayHintG
der Hinterlegungsstelle des Amtsgerichts Bamberg übertragen.
Zweiter Teil Strafrecht, Strafvollstreckung
und
Recht der Ordnungswidrigkeiten
§ 39
Strafsachen
(1) 1 Auf
Grund von § 58
Abs. 1
Satz 1
des
Gerichtsverfassungsgesetzes (GVG)
in der Fassung der Bekanntmachung vom 9. Mai 1975 (BGBl I S. 1077), zuletzt geändert
durch Art. 12a des Gesetzes vom 24. August 2004 (BGBl I S. 2198), und § 33
Abs. 3
Satz 1
des
Jugendgerichtsgesetzes (JGG)
in der Fassung der Bekanntmachung vom 11. Dezember 1974 (BGBl I S. 3427), zuletzt
geändert durch Art. 4 des Gesetzes vom 24. August 2004 (BGBl I S. 2198), wird
bestimmt:
Die Entscheidung der Strafsachen einschließlich Jugendsachen wird, soweit
das Amtsgericht im vorbereitenden Verfahren oder im Hauptverfahren zuständig
ist, den in den Abs. 2 und 3 bestimmten Amtsgerichten (Haftgerichten) übertragen,
wenn
- 1.
im vorbereitenden Verfahren nach den Bestimmungen der
Strafprozessordnung (StPO) der zuständige oder der nächste Amtsrichter
oder der Amtsrichter des Bezirks der vorläufigen Festnahme über die Anordnung,
den Vollzug oder die Aufhebung der Untersuchungshaft zu entscheiden hat,
- 2.
der Staatsanwalt gleichzeitig mit der Erhebung der öffentlichen
Klage, dem Antrag auf Erlass eines Strafbefehls oder dem Antrag auf Aburteilung im
beschleunigten Verfahren die Anordnung der Untersuchungshaft beantragt,
- 3.
sich der Beschuldigte oder einer der Beschuldigten bei der Erhebung der
öffentlichen Klage, dem Antrag auf Erlass eines Strafbefehls oder dem Antrag
auf Aburteilung im beschleunigten Verfahren in Untersuchungshaft oder in Strafhaft
befindet oder gegen den Beschuldigten oder einen der Beschuldigten eine mit Freiheitsentziehung
verbundene Maßregel der Besserung und Sicherung vollzogen wird oder in der
angeklagten Sache ein vollziehbarer oder ein außer Vollzug gesetzter Haftbefehl
besteht,
- 4.
einer der in § 21
Abs. 1, § 22
Abs. 1, § 45
Abs. 5, § 47
Abs. 3, § 64
Abs. 2
oder § 65
des Gesetzes über die internationale Rechtshilfe in Strafsachen
genannten Fälle vorliegt.
2 In
den Fällen des Satzes 1 Nrn. 1 bis 3 stehen der Untersuchungshaft die einstweilige
Unterbringung (§ 126a
StPO) und die Hauptverhandlungshaft (§
127b
StPO) gleich. 3 Ist
wegen eingetretener außergewöhnlicher Verkehrsschwierigkeiten die Vorführung
des Beschuldigten bei dem Haftgericht innerhalb der vorgeschriebenen Frist nicht
möglich, so ist auch das Amtsgericht zuständig, das ohne diese Vorschrift
nach der Strafprozessordnung zuständig wäre.
(2) 1 Als
Haftgericht ist zuständig jeweils das Amtsgericht am Sitz des übergeordneten
Landgerichts für alle Amtsgerichtsbezirke des betreffenden Landgerichtsbezirks.
2 Dies
gilt für das Amtsgericht München auch hinsichtlich der Amtsgerichtsbezirke
des Landgerichtsbezirks München II.
(3) In Abweichung von Abs. 2 sind als Haftgerichte zuständig:
- 1.
für männliche Beschuldigte
- a)
im Landgerichtsbezirk
Coburg
das Amtsgericht Kronach
für den gesamten Landgerichtsbezirk,
- b)
im Landgerichtsbezirk Ingolstadt
das Amtsgericht Neuburg a.
d. Donau
für die Amtsgerichtsbezirke
Neuburg a. d. Donau und Pfaffenhofen a. d. Ilm,
- c)
im Landgerichtsbezirk Landshut
das Amtsgericht Erding
für die Amtsgerichtsbezirke
Erding und Freising,
- d)
im Landgerichtsbezirk Nürnberg-Fürth
das Amtsgericht Erlangen
für seinen Bezirk,
das Amtsgericht Fürth
für die Amtsgerichtsbezirke
Fürth und Neustadt a. d. Aisch,
- e)
im Landgerichtsbezirk Regensburg
das Amtsgericht Straubing
für die Strafgefangenen
der Justizvollzugsanstalt Straubing und für in der Justizvollzugsanstalt Straubing
Sicherungsverwahrte,
- f)
im Landgerichtsbezirk Traunstein
das Amtsgericht Laufen
für seinen Bezirk,
das Amtsgericht Mühldorf
a. Inn
für die Amtsgerichtsbezirke
Altötting und Mühldorf a. Inn,
das Amtsgericht Rosenheim
für seinen Bezirk,
- 2.
für weibliche Beschuldigte
- a)
im Landgerichtsbezirk
Amberg
das Amtsgericht Regensburg
für den gesamten Landgerichtsbezirk
Amberg,
- b)
im Landgerichtsbezirk Ansbach
das Amtsgericht Nürnberg
für den gesamten Landgerichtsbezirk
Ansbach,
- c)
im Landgerichtsbezirk Coburg
das Amtsgericht Bamberg
für den gesamten Landgerichtsbezirk
Coburg,
- d)
im Landgerichtsbezirk Ingolstadt
das Amtsgericht München
für den gesamten Landgerichtsbezirk
Ingolstadt,
- e)
im Landgerichtsbezirk Kempten (Allgäu)
das Amtsgericht Memmingen
für den gesamten Landgerichtsbezirk
Kempten (Allgäu),
- f)
im Landgerichtsbezirk Landshut
das Amtsgericht München
für den gesamten Landgerichtsbezirk
Landshut,
- g)
im Landgerichtsbezirk Nürnberg-Fürth
das Amtsgericht Fürth
für die Amtsgerichtsbezirke
Fürth und Neustadt a. d. Aisch,
- h)
im Landgerichtsbezirk Schweinfurt
das Amtsgericht Würzburg
für den gesamten Landgerichtsbezirk
Schweinfurt,
- i)
im Landgerichtsbezirk Weiden i. d. OPf.
das Amtsgericht Regensburg
für den gesamten Landgerichtsbezirk
Weiden i. d. OPf.
(4) Besteht in den Fällen des Abs. 1 zwischen Strafsachen
ein Zusammenhang im Sinn des § 3
StPO
und würde die Anwendung der Abs. 2, 3 Nrn. 1 und 2 zur Zuständigkeit unterschiedlicher
Haftgerichte für denselben Bezirk führen, so ist auch für weibliche
Beschuldigte das in Abs. 2 in Verbindung mit Abs. 3 Nr. 1 bestimmte Gericht als Haftgericht
zuständig.
(5) In Abweichung von Abs. 2 ist als Gericht für die
Entscheidung über die Anordnung der Hauptverhandlungshaft (§ 127b
StPO) im Landgerichtsbezirk Regensburg das Amtsgericht Cham für seinen
Bezirk zuständig.
§ 40
Wirtschaftsstrafsachen bei den
Landgerichten
Auf Grund des §
74c
Abs. 3
Satz 1
des
Gerichtsverfassungsgesetzes (GVG)
in der Fassung der Bekanntmachung vom 9. Mai 1975 (BGBl I S. 1077), zuletzt geändert
durch Art. 12a des Gesetzes vom 24. August 2004 (BGBl I S. 2198), werden Strafsachen
(Wirtschaftsstrafsachen) nach § 74c
Abs. 1 Nrn. 1 bis 3, 5, 5a und 6 GVG, soweit das Landgericht nach § 74
Abs. 1
GVG
als Gericht des ersten Rechtszugs zuständig ist, übertragen dem
- 1.
Landgericht Augsburg
für die Bezirke der Landgerichte
Augsburg, Kempten (Allgäu) und Memmingen,
- 2.
Landgericht Hof
für die Bezirke der Landgerichte
Bamberg, Bayreuth, Coburg und Hof,
- 3.
Landgericht Landshut
für die Bezirke der Landgerichte
Deggendorf, Landshut und Passau,
- 4.
Landgericht München II
für die Bezirke der Landgerichte
Ingolstadt, München II und Traunstein,
- 5.
Landgericht Nürnberg-Fürth
für die Bezirke der Landgerichte
Ansbach und Nürnberg-Fürth,
- 6.
Landgericht Regensburg
für die Bezirke der Landgerichte
Amberg, Regensburg und Weiden i.d.OPf.,
- 7.
Landgericht Würzburg
für die Bezirke der Landgerichte
Aschaffenburg, Schweinfurt und Würzburg.
§ 41
Wirtschaftsstrafsachen bei den
Amtsgerichten
1 Auf
Grund von § 58
Abs. 1 Satz 1 des Gerichtsverfassungsgesetzes (GVG)
in der Fassung der Bekanntmachung vom 9. Mai 1975 (BGBl I S. 1077), zuletzt geändert
durch Art. 3 des Gesetzes vom 16. August 2005 (BGBl I S. 2437),
§ 13
Abs. 1 Satz 2 des Gesetzes zur weiteren Vereinfachung des Wirtschaftsstrafrechts
(Wirtschaftsstrafgesetz 1954)
in der Fassung der Bekanntmachung vom 3. Juni 1975 (BGBl I S. 1313), zuletzt geändert
durch Art. 23 des Gesetzes vom 13. Dezember 2001 (BGBl I S. 3574), § 38
Abs. 1 Satz 2 des Außenwirtschaftsgesetzes
vom 28. April 1961 (BGBl III 7400-1), zuletzt geändert durch Art. 36 des Gesetzes
vom 21. Juni 2005 (BGBl I S. 1818), und §
391
Abs. 2 Satz 1 der Abgabenordnung (AO 1977)
in der Fassung der Bekanntmachung vom 1. Oktober 2002 (BGBl I S. 3866, 2003 I S.
61), zuletzt geändert durch Art. 4 Abs. 22 des Gesetzes vom 22. September 2005
(BGBl I S. 2809), werden die in § 74c
Abs. 1 Nrn. 1 bis 3, 5, 5a und 6 GVG
aufgeführten Strafsachen (Wirtschaftsstrafsachen einschließlich Steuerstrafsachen),
soweit das Amtsgericht sachlich zuständig ist, auch für die übrigen
Amtsgerichte der angegebenen Landgerichtsbezirke übertragen dem
- 1.
Amtsgericht Augsburg
für die Bezirke der Landgerichte
Augsburg, Kempten (Allgäu) und Memmingen,
- 2.
Amtsgericht Hof
für die Bezirke der Landgerichte
Bamberg, Bayreuth, Coburg und Hof,
- 3.
Amtsgericht Ingolstadt
für den Bezirk des Landgerichts
Ingolstadt,
- 4.
Amtsgericht Landshut
für die Bezirke der Landgerichte
Deggendorf, Landshut und Passau,
- 5.
Amtsgericht München
für die Bezirke der Landgerichte
München I und München II,
- 6.
Amtsgericht Nürnberg
für die Bezirke der Landgerichte
Ansbach und Nürnberg-Fürth,
- 7.
Amtsgericht Regensburg
für die Bezirke der Landgerichte
Amberg, Regensburg und Weiden i.d.OPf.,
- 8.
Amtsgericht Rosenheim
für den Bezirk des Landgerichts
Traunstein,
- 9.
Amtsgericht Würzburg
für die Bezirke der Landgerichte
Aschaffenburg, Schweinfurt und Würzburg.
2 Für
Steuerstrafsachen gilt dies nicht, wenn dieselbe Handlung eine Straftat nach dem
Betäubungsmittelgesetz darstellt oder wenn Steuerstraftaten die Kraftfahrzeugsteuer
betreffen; es gilt im vorbereitenden Steuerstrafverfahren nur für die Zustimmung
des Gerichts nach § 153
Abs. 1
und § 153a
Abs. 1 der Strafprozessordnung
. 3 Die
Sätze 1 und 2 gelten für Bußgeldverfahren wegen Steuerordnungswidrigkeiten
entsprechend.
§ 42
(aufgehoben)
§ 43
(aufgehoben)
§ 44
Bußgeldverfahren
Auf Grund des §
68
Abs. 3 Satz 1 des Gesetzes über Ordnungswidrigkeiten (OWiG)
in der Fassung der Bekanntmachung vom 19. Februar 1987 (BGBl I S. 602), zuletzt
geändert durch Art. 5 des Gesetzes vom 24. August 2004 (BGBl I S. 2198), wird
bestimmt:
- 1.
1 Umfasst
der Bezirk einer bayerischen Verwaltungsbehörde mehrere Amtsgerichtsbezirke,
so entscheidet von den im Bezirk der Verwaltungsbehörde liegenden Amtsgerichten
dasjenige, in dessen Bezirk der Begehungs- (§
68
Abs. 3
Satz 1
Nr. 1
OWiG) oder der Wohnort (§ 68
Abs. 3
Satz 1
Nr. 2
OWiG) liegt; § 37
Abs. 3
OWiG
gilt entsprechend. 2 Befinden
sich weder der Begehungs- noch der Wohnort im Bezirk der Verwaltungsbehörde,
so verbleibt es bei der in § 68
Abs. 1
Satz 1
OWiG
vorgesehenen Zuständigkeit des Amtsgerichts, in dessen Bezirk die Verwaltungsbehörde
ihren Sitz hat.
- 2.
Nr. 1 findet keine Anwendung
- a)
auf Entscheidungen
nach § 87
Abs. 4 Satz 2, § 100
Abs. 2 Satz 1, § 104
Abs. 1 Nr. 1, § 106
Abs. 2
Satz 3
und § 108
Abs. 1
Satz 1
OWiG
,
- b)
bei Ordnungswidrigkeiten im Steuerrecht und im Atom- und Strahlenschutzrecht,
- c)
bei Bußgeldbescheiden der Landesanstalt für Landwirtschaft
und der Bau-Berufsgenossenschaft Bayern und Sachsen.
- 3.
1 Abweichend
von Nr. 1 entscheiden bei einem Einspruch gegen einen Bußgeldbescheid des Bayerischen
Polizeiverwaltungsamts wegen Ordnungswidrigkeiten nach dem Gefahrgutrecht (§ 10
Abs. 1 des Gesetzes über die Beförderung gefährlicher Güter
sowie § 10
der Gefahrgutverordnung Straße und Eisenbahn, soweit diese durch die
Polizei oder bei Straßenkontrollen anderer Behörden festgestellt werden)
die folgenden Amtsgerichte, wenn in den genannten Bezirken der Begehungs- (§ 68
Abs. 3
Satz 1
Nr. 1
OWiG) oder der Wohnort (§ 68
Abs. 3
Satz 1
Nr. 2
OWiG) liegt:
- a)
das Amtsgericht
Augsburg
für die Landgerichtsbezirke
Augsburg - ausgenommen den Amtsgerichtsbezirk Landsberg a. Lech -, Kempten und Memmingen,
- b)
das Amtsgericht Bayreuth
für die Landgerichtsbezirke
Bamberg - ausgenommen den Amtsgerichtsbezirk Haßfurt -, Bayreuth, Coburg und
Hof,
- c)
das Amtsgericht Erlangen
für die Landgerichtsbezirke
Ansbach und Nürnberg-Fürth - ausgenommen den Amtsgerichtsbezirk Neumarkt
i.d.OPf.,
- d)
das Amtsgericht Passau
für die Landgerichtsbezirke
Deggendorf, Landshut - ausgenommen die Amtsgerichtsbezirke Erding und Freising -
und Passau sowie für die Amtsgerichtsbezirke Kelheim und Straubing,
- e)
das Amtsgericht Regensburg
für die Landgerichtsbezirke
Amberg, Regensburg - ausgenommen die Amtsgerichtsbezirke Kelheim und Straubing -
und Weiden sowie für den Amtsgerichtsbezirk Neumarkt i.d.OPf.,
- f)
das Amtsgericht Traunstein
für die Landgerichtsbezirke
Ingolstadt, München I, München II und Traunstein sowie für die Amtsgerichtsbezirke
Erding, Freising und Landsberg a. Lech,
- g)
das Amtsgericht Würzburg
für die Landgerichtsbezirke
Aschaffenburg, Schweinfurt und Würzburg sowie für den Amtsgerichtsbezirk
Haßfurt.
2
Nr. 1 Satz 2 und Nr. 2 Buchst. a gelten entsprechend.
§ 45
Auswärtige Strafvollstreckungskammern
Auf Grund des §
78a
Abs. 2
Satz 2
des
Gerichtsverfassungsgesetzes (GVG)
in der Fassung der Bekanntmachung vom 9. Mai 1975 (BGBl I S. 1077), zuletzt geändert
durch Art. 12a des Gesetzes vom 24. August 2004 (BGBl I S. 2198), werden folgende
auswärtige Strafvollstreckungskammern gebildet:
- 1.
für den Bezirk des Amtsgerichts Straubing in Straubing
eine auswärtige Strafvollstreckungskammer des Landgerichts Regensburg;
- 2.
für den jeweiligen Amtsgerichtsbezirk je zwei auswärtige Strafvollstreckungskammern
des Landgerichts Augsburg bei den Amtsgerichten Aichach, Landsberg a. Lech und Nördlingen;
diesen Strafvollstreckungskammern werden die Entscheidungen übertragen, die
nach § 78b
Abs. 1
GVG
in der Besetzung mit einem Richter zu treffen sind;
- 3.
für den jeweiligen Amtsgerichtsbezirk je eine auswärtige Strafvollstreckungskammer
- a)
des Landgerichts
Coburg
bei dem Amtsgericht Kronach,
- b)
des Landgerichts Ingolstadt
bei dem Amtsgericht Neuburg
a.d. Donau,
- c)
des Landgerichts Landshut
bei dem Amtsgericht Erding,
- d)
des Landgerichts München II,
bei dem Amtsgericht Garmisch-Partenkirchen,
- e)
des Landgerichts Traunstein
bei dem Amtsgericht Mühldorf
a. Inn;
diesen Strafvollstreckungskammern werden die Entscheidungen übertragen, die
nach § 78b
Abs. 1
GVG
in der Besetzung mit einem Richter zu treffen sind.
Dritter Teil Übergangs- und Schlussvorschriften
§ 46
In-Kraft-Treten, Außer-Kraft-Treten
(1) 1 Diese
Verordnung tritt am 1. Januar 2005 in Kraft. 2 Mit Ablauf des 31. Dezember 2004 tritt
die Verordnung über gerichtliche Zuständigkeiten im Bereich des Staatsministeriums
der Justiz (Gerichtliche Zuständigkeitsverordnung Justiz - GZVJu) vom 2. Februar
1988 (GVBl S. 6, BayRS 300-3-1-J), zuletzt geändert durch Verordnung vom 1.
Juli 2004 (GVBl S. 269), außer Kraft.
(2) Auf Grund des Art. 2 des
Gesetzes über die Zuständigkeit der Gerichte bei Änderungen der Gerichtseinteilung
vom 6. Dezember 1933 (BGBl III 300-4), zuletzt geändert durch Art. 2 des Gesetzes
vom 23. Juli 2002 (BGBl I S. 2850), wird bestimmt:
Hinsichtlich der bis zum Ablauf des 30. Juni 1988 angemeldeten Geschmacksmuster
bleibt das Amtsgericht Neuburg a. d. Donau für die Führung des Geschmacksmusterregisters
für die Amtsgerichtsbezirke Neuburg a. d. Donau (Landgerichtsbezirk Ingolstadt)
und Nördlingen (Landgerichtsbezirk Augsburg) zuständig.
(3) Auf Verfahren, die bis zum Ablauf des 31. Oktober 2010
beim Oberlandesgericht München eingehen, ist § 1 Nr. 2
in der bis zum Ablauf des 31. Oktober 2010 geltenden Fassung weiter anzuwenden.
München, den 16. November 2004
Bayerisches Staatsministerium der Justiz
Dr. Beate Merk, Staatsministerin
|