300-3-1-J

Verordnung über gerichtliche Zuständigkeiten im Bereich
des Staatsministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz
(Gerichtliche Zuständigkeitsverordnung Justiz - GZVJu)

Vom 16. November 2004

Fundstelle: GVBl 2004, S. 471

Verordnung über gerichtliche Zuständigkeiten im Bereich des Staatsministeriums der Justiz (Gerichtliche Zuständigkeitsverordnung Justiz - GZVJu) vom 16. November 2004 (GVBl S. 471, BayRS 300-3-1-J), zuletzt geändert durch die 8. Verordnung vom 13. Dezember 2010 (GVBl S. 870)



Änderungen

1.
mehrfach geänd. (V v. 2.11.2005, 547)
2.
mehrfach geänd. (2. V v. 8.12.2005, 695)
3.
§§ 22, 45 geänd., § 22a neu eingef., §§ 24a neu gefasst (V v. 15.5.2007, 357)
4.
§ 3 neu gefasst, § 39 geänd. (V v. 11.12.2007, 986)
5.
Überschrift und §§ 10a und 15a geänd. (V v. 14.11.2008, 900)
6.
mehrfach geänd. (6. V v. 1.10.2009, 523)
7.
§§ 1 Nr. 2; § 39 Abs. 3 Nr. 1, § 46 geänd. (7. V v. 28.9.2010, 713)
8.
Inhaltsübersicht und Überschrift Erster Teil geänd., Abschnitt VII eingef. (8. V v. 13.12.2010, 870)

Auf Grund von §§ 1 , 3 Nrn. 2 bis 6, 8, 11 bis 15, 18 bis 21, 22a, 23 bis 25, 27 bis 29, 31 bis 34, 36 bis 43 und § 9 der Verordnung über die Zuständigkeit zum Erlass von Rechtsverordnungen (Delegationsverordnung - DelV) vom 15. Juni 2004 (GVBl S. 239, BayRS 103-2-S), zuletzt geändert durch Verordnung vom 4. Oktober 2005 (GVBl S. 511), erlässt das Bayerische Staatsministerium der Justiz folgende Verordnung:

Inhaltsübersicht
Erster Teil
Zivilrechtspflege, Bereitschaftsdienst und Hinterlegung
Abschnitt I
Gerichtsverfassung
§ 1 Zivilsenate des Oberlandesgerichts München in Augsburg
§ 2 Kammern für Handelssachen
§ 3 Bereitschaftsdienst
Abschnitt II
Bürgerlich-rechtliche Angelegenheiten
§ 4 (aufgehoben)
§ 5 Anerkennung ausländischer Entscheidungen in Ehesachen
§ 6 Mahnverfahren
§ 7 Unterlassungsklageverfahren bei Allgemeinen Geschäftsbedingungen und verbraucherschutzgesetzwidrigen Praktiken
§ 8 Gerichtliche Entscheidungen in schiedsrichterlichen Angelegenheiten
§ 8a Musterentscheide
Abschnitt III
Handels-, Gesellschafts-, Wettbewerbs- und Wertpapierrecht
§ 9 Führung des Handelsregisters
§ 10 Führung der Partnerschaftsregister
§ 10a Führung des Vereinsregisters
§ 10b Führung des Genossenschaftsregisters
§ 11 Meinungsverschiedenheit zwischen Kapitalgesellschaft und Abschlussprüfer
§ 11a Nichtigerklärung einer Aktiengesellschaft oder einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung
§ 12 Zusammensetzung des Aufsichtsrats einer Aktiengesellschaft sowie Auskunftsrecht des Aktionärs
§ 12a Feststellung der Nichtigkeit oder Anfechtung der Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern, Verwaltungsratsmitgliedern und Aufsichtsorganmitgliedern
§ 13 Zusammensetzung des Aufsichtsrats einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung oder einer bergrechtlichen Gewerkschaft
§ 14 Zusammensetzung des Aufsichtsrats eines Versicherungsvereins auf Gegenseitigkeit und Auskunftspflicht
§ 14a Klagezulassungsverfahren
§ 14b Bestellung von Sonderprüfern
§ 15 Gerichtliche Entscheidungen über die abschließenden Feststellungen der Sonderprüfer
§ 15a Feststellung der Nichtigkeit und Anfechtung eines Hauptversammlungsbeschlusses
§ 15b Gestattung der Nichtaufnahme von Tatsachen in den Prüfungsbericht
§ 15c Feststellung der Nichtigkeit und Anfechtung des Beschlusses über die Verwendung des Bilanzgewinns
§ 15d Feststellung der Nichtigkeit des Jahresabschlusses oder Anfechtung der Feststellung des Jahresabschlusses durch die Hauptversammlung und die oberste Vertretung
§ 15e Anfechtung der Kapitalerhöhung gegen Einlagen
§ 16 Gerichtliche Entscheidungen im gesellschaftsrechtlichen Spruchverfahren
§ 17 Auskunfts- und Einsichtsrecht der Gesellschafter einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung
§ 18 Bestellung von Verschmelzungs- und Spaltungsprüfern; Ersatz von Auslagen und Vergütung
§ 19 Bestellung von Vertrags- und Eingliederungsprüfern; Ersatz von Auslagen und Vergütung
§ 20 Bestellung von Prüfern zur Prüfung der Angemessenheit der Barabfindung beim Ausschluss von Minderheitsaktionären; Ersatz von Auslagen und Vergütung
§ 21 Ausgleich beim Erlöschen von Mehrstimmrechten; Antrag auf gerichtliche Bestimmung des angemessenen Ausgleichs
§ 21a Unternehmensrechtliche Verfahren
§ 22 Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen
§ 22a Verfahren nach dem Energiewirtschaftsgesetz
§ 23 Wertpapierbereinigung
§ 24 Wertpapiererwerbs- und Übernahmesachen
§ 24a Klagen auf Grund falscher, irreführender oder unterlassener öffentlicher Kapitalmarktinformationen und vertraglicher Erfüllungsansprüche aus Angeboten nach dem Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetz
Abschnitt IV
Gewerblicher Rechtsschutz und Urheberrecht
§ 25 Patentstreitsachen
§ 26 Gebrauchsmusterstreitsachen
§ 27 Halbleiterschutzstreitsachen
§ 28 Geschmacksmusterstreitsachen und Gemeinschaftsgeschmacksmusterstreitverfahren
§ 29 Sortenschutzstreitsachen
§ 30 Gemeinschaftsmarken- und Kennzeichenstreitsachen
§ 31 Streitsachen nach dem Gesetz zum Schutz des olympischen Emblems und der olympischen Bezeichnungen
§ 32 Urheberrechtsstreitsachen
Abschnitt V
Besondere Sachgebiete
§ 33 Landwirtschaftssachen
§ 34 Verfahren nach dem Baugesetzbuch
§ 35 Binnenschifffahrtssachen
§ 36 Führung des Schiffsregisters und des Schiffsbauregisters
§ 37 Entschädigungssachen
Abschnitt VI
Zwangsvollstreckungs-, Konkurs- und Insolvenzrecht
§ 38 Zwangsversteigerungs-, Zwangsverwaltungs-, Konkurs- und Insolvenzsachen
Abschnitt VII
Hinterlegung
§ 38a Vollziehung der Hinterlegung und der Herausgabe
Zweiter Teil
Strafrecht, Strafvollstreckung und Recht der Ordnungswidrigkeiten
§ 39 Strafsachen
§ 40 Wirtschaftsstrafsachen bei den Landgerichten
§ 41 Wirtschaftsstrafsachen bei den Amtsgerichten
§ 42 (aufgehoben)
§ 43 (aufgehoben)
§ 44 Bußgeldverfahren
§ 45 Auswärtige Strafvollstreckungskammern
Dritter Teil
Übergangs- und Schlussvorschriften
§ 46 In-Kraft-Treten, Außer-Kraft-Treten

Erster Teil

Zivilrechtspflege, Bereitschaftsdienst und Hinterlegung

Abschnitt I

Gerichtsverfassung

§ 1

Zivilsenate des Oberlandesgerichts München in Augsburg

Auf Grund des § 116 Abs. 2 des Gerichtsverfassungsgesetzes (GVG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 9. Mai 1975 (BGBl I S. 1077), zuletzt geändert durch Art. 12a des Gesetzes vom 24. August 2004 (BGBl I S. 2198), wird bestimmt:

1.
1 Für die Landgerichtsbezirke Augsburg, Kempten (Allgäu) und Memmingen bestehen fünf Zivilsenate des Oberlandesgerichts München in Augsburg. 2 Zwei Zivilsenate sind zugleich Familiensenate.
2.
Den Zivilsenaten in Augsburg werden übertragen die Verhandlungen und Entscheidungen über die in § 119 Abs. 1 Nr. 1 Buchst. a und Nr. 2 GVG aufgeführten Rechtsmittel mit Ausnahme folgender Angelegenheiten:
a)
Berufungen und Beschwerden, die Ansprüche aus Enteignung, enteignendem und enteignungsgleichem Eingriff, Aufopferung, öffentlich-rechtlicher Verwahrung, Amtshaftung und nach dem Gesetz über die Entschädigung für Strafverfolgungsmaßnahmen betreffen,
b)
Berufungen und Beschwerden, die
-
das Recht der Allgemeinen Geschäftsbedingungen (§ 1 UKlaG)
-
das Recht der Arbeitnehmererfindungen
-
das Gebrauchsmusterrecht
-
das Gemeinschaftsmarkenrecht
-
das Geschmacksmusterrecht
-
das Halbleiterschutzrecht
-
das Kennzeichenrecht
-
das Patentrecht
-
das Sortenschutzrecht
-
das Urheberrecht
-
das Verlagsrecht
-
das Wertpapierbereinigungsrecht
-
den unlauteren Wettbewerb

betreffen,

c)
Erinnerungen und Beschwerden in Kostensachen, soweit es sich nicht um die Festsetzung des Streitwerts handelt.
3.
Ist eine Berufung oder Beschwerde in Kindschaftssachen am 1. Januar 1999 bei dem Oberlandesgericht München anhängig, bleibt der damit befasste Senat zuständig.

§ 2

Kammern für Handelssachen

Auf Grund des § 93 Abs. 1 des Gerichtsverfassungsgesetzes (GVG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 9. Mai 1975 (BGBl I S. 1077), zuletzt geändert durch Art. 12a des Gesetzes vom 24. August 2004 (BGBl I S. 2198), werden bei allen bayerischen Landgerichten für deren Bezirke Kammern für Handelssachen gebildet.

§ 3

Bereitschaftsdienst

(1) Auf Grund des § 22c Abs. 1 Satz 1 Alternative 1 des Gerichtsverfassungsgesetzes (GVG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 9. Mai 1975 (BGBl I S. 1077), zuletzt geändert durch Art. 5 des Gesetzes vom 13. April 2007 (BGBl I S. 509), wird bestimmt, dass für die folgenden Amtsgerichte ein gemeinsamer Bereitschaftsdienstplan aufgestellt wird:

1.
im Landgerichtsbezirk Amberg für die Amtsgerichte Amberg und Schwandorf;
2.
im Landgerichtsbezirk Ansbach für die Amtsgerichte Ansbach und Weißenburg i. Bay.;
3.
im Landgerichtsbezirk Augsburg für die Amtsgerichte Dillingen a. d. Donau und Nördlingen;
4.
im Landgerichtsbezirk Deggendorf für die Amtsgerichte Deggendorf und Viechtach;
5.
im Landgerichtsbezirk Ingolstadt für die Amtsgerichte Ingolstadt, Neuburg a. d. Donau und Pfaffenhofen a. d. Ilm;
6.
im Landgerichtsbezirk Kempten (Allgäu) für die Amtsgerichte Kaufbeuren, Kempten (Allgäu), Lindau (Bodensee) und Sonthofen;
7.
im Landgerichtsbezirk München II für die Amtsgerichte Dachau, Ebersberg, Fürstenfeldbruck, Garmisch-Partenkirchen, Miesbach, Starnberg, Weilheim i. OB und Wolfratshausen;
8.
im Landgerichtsbezirk Traunstein für die Amtsgerichte Altötting, Laufen, Mühldorf a. Inn, Rosenheim und Traunstein;
9.
im Landgerichtsbezirk Würzburg für die Amtsgerichte Gemünden a. Main, Kitzingen und Würzburg.

(2) Auf Grund des § 22c Abs. 1 Satz 1 Alternative 2 GVG wird bestimmt, dass die Geschäfte des Bereitschaftsdienstes folgende Amtsgerichte wahrnehmen:

1.
im Landgerichtsbezirk Aschaffenburg
das Amtsgericht Aschaffenburg für die Amtsgerichtsbezirke Aschaffenburg und Obernburg a. Main;
2.
im Landgerichtsbezirk Augsburg
das Amtsgericht Augsburg für die Amtsgerichtsbezirke Aichach, Augsburg und Landsberg a. Lech;
3.
im Landgerichtsbezirk Bamberg
das Amtsgericht Bamberg für die Amtsgerichtsbezirke Bamberg, Forchheim und Haßfurt;
4.
im Landgerichtsbezirk Bayreuth
das Amtsgericht Bayreuth für die Amtsgerichtsbezirke Bayreuth und Kulmbach;
5.
im Landgerichtsbezirk Coburg
das Amtsgericht Kronach für die Amtsgerichtsbezirke Coburg, Kronach und Lichtenfels;
6.
im Landgerichtsbezirk Hof
das Amtsgericht Hof für die Amtsgerichtsbezirke Hof und Wunsiedel;
7.
im Landgerichtsbezirk Landshut
das Amtsgericht Landshut für die Amtsgerichtsbezirke Eggenfelden, Erding, Freising, Landau a. d. Isar und Landshut;
8.
im Landgerichtsbezirk Memmingen
das Amtsgericht Memmingen für die Amtsgerichtsbezirke Günzburg, Memmingen und Neu-Ulm;
9.
im Landgerichtsbezirk München I
das Amtsgericht München;
10.
im Landgerichtsbezirk Nürnberg-Fürth
a)
das Amtsgericht Erlangen,
b)
das Amtsgericht Fürth für die Amtsgerichtsbezirke Fürth und Neustadt a. d. Aisch,
c)
das Amtsgericht Nürnberg für die Amtsgerichtsbezirke Hersbruck, Neumarkt i. d. OPf., Nürnberg und Schwabach;
11.
im Landgerichtsbezirk Passau
das Amtsgericht Passau für die Amtsgerichtsbezirke Freyung und Passau;
12.
im Landgerichtsbezirk Regensburg
das Amtsgericht Regensburg für die Amtsgerichtsbezirke Cham, Kelheim, Regensburg und Straubing;
13.
im Landgerichtsbezirk Schweinfurt
das Amtsgericht Schweinfurt für die Amtsgerichtsbezirke Bad Kissingen, Bad Neustadt a. d. Saale und Schweinfurt;
14.
im Landgerichtsbezirk Weiden i. d. OPf.
das Amtsgericht Weiden i. d. OPf. für die Amtsgerichtsbezirke Tirschenreuth und Weiden i. d. OPf.

(3) Auf Grund des § 22c Abs. 1 Satz 1 in Verbindung mit Satz 3 GVG wird bestimmt, dass in den Fällen des Abs. 1 Nrn. 1, 2, 5, 6, 8 und 9 und des Abs. 2 Nrn. 1, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 10 Buchst. a und b und Nrn. 11, 12, 13 und 14 zu dem Bereitschaftsdienst auch die Richter des Landgerichts heranzuziehen sind.

Abschnitt II

Bürgerlich-rechtliche Angelegenheiten

§ 4

(aufgehoben)

§ 5

Anerkennung ausländischer Entscheidungen in Ehesachen

Auf Grund des § 107 Abs. 3 Satz 1 des Gesetzes über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit (FamFG) in der Fassung des Art. 1 des Gesetzes vom 17. Dezember 2008 (BGBl I S. 2586), zuletzt geändert durch Art. 2 des Gesetzes vom 31. Juli 2009 (BGBl I S. 2512), wird die Zuständigkeit für die Anerkennung ausländischer Entscheidungen in Ehesachen dem Präsidenten des Oberlandesgerichts München für alle Oberlandesgerichtsbezirke in Bayern übertragen.

§ 6

Mahnverfahren

Auf Grund des § 689 Abs. 3 Satz 1, § 703c Abs. 3 Halbsatz 1 und § 703d Abs. 2 Satz 2 der Zivilprozessordnung in der Fassung der Bekanntmachung vom 12. September 1950 (BGBl III 310-4), zuletzt geändert durch Art. 1 des Gesetzes vom 24. August 2004 (BGBl I S. 2198), werden dem Amtsgericht Coburg die Mahnverfahren für die Bezirke aller Amtsgerichte in Bayern zur maschinellen Bearbeitung übertragen.

§ 7

Unterlassungsklageverfahren
bei Allgemeinen Geschäftsbedingungen
und verbraucherschutzgesetzwidrigen Praktiken

Auf Grund des § 6 Abs. 2 Satz 1 des Gesetzes über Unterlassungsklagen bei Verbraucherrechts- und anderen Verstößen (Unterlassungsklagengesetz - UKlaG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 27. August 2002 (BGBl I S. 3422, 4346), zuletzt geändert durch § 20 Abs. 4 des Gesetzes vom 3. Juli 2004 (BGBl I S. 1414), wird die Zuständigkeit für die Unterlassungsklageverfahren nach §§ 1 und 2 UKlaG übertragen dem

1.
Landgericht München I

für die Landgerichtsbezirke des Oberlandesgerichts München,

2.
Landgericht Nürnberg-Fürth

für die Landgerichtsbezirke des Oberlandesgerichts Nürnberg,

3.
Landgericht Bamberg

für die Landgerichtsbezirke des Oberlandesgerichts Bamberg.

§ 8

Gerichtliche Entscheidungen in
schiedsrichterlichen Angelegenheiten

Auf Grund des § 1062 Abs. 5 Satz 1 Halbsatz 1 der Zivilprozessordnung in der Fassung der Bekanntmachung vom 12. September 1950 (BGBl III 310-4), zuletzt geändert durch Art. 1 des Gesetzes vom 24. August 2004 (BGBl I S. 2198), werden die gerichtlichen Entscheidungen in schiedsrichterlichen Angelegenheiten nach § 1062 der Zivilprozessordnung dem Oberlandesgericht München übertragen.

§ 8a

Musterentscheide

Auf Grund des § 4 Abs. 5 Satz 1 des Gesetzes über Musterverfahren in kapitalmarktrechtlichen Streitigkeiten (Kapitalanleger-Musterverfahrensgesetz - KapMuG) vom 16. August 2005 (BGBl I S. 2437) werden die Entscheidungen nach § 4 Abs. 1 KapMuG dem Oberlandesgericht München übertragen.

Abschnitt III

Handels-, Gesellschafts-, Wettbewerbsund
Wertpapierrecht

§ 9

Führung des Handelsregisters

Auf Grund des § 376 Abs. 2 Satz 1 in Verbindung mit § 374 Nr. 1 des Gesetzes über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit (FamFG) in der Fassung des Art. 1 des Gesetzes vom 17. Dezember 2008 (BGBl I S. 2586), zuletzt geändert durch Art. 2 des Gesetzes vom 31. Juli 2009 (BGBl I S. 2512), wird in Abweichung von § 376 Abs. 1 in Verbindung mit § 374 Nr. 1 FamFG die Führung des Handelsregisters übertragen

1.
im Landgerichtsbezirk Landshut

für die Amtsgerichtsbezirke Erding und Freising dem Amtsgericht München,

2.
im Landgerichtsbezirk Nürnberg-Fürth

für die Amtsgerichtsbezirke Erlangen, Fürth und Neustadt a.d. Aisch

dem Amtsgericht Fürth,

3.
im Landgerichtsbezirk Regensburg

für den Amtsgerichtsbezirk Straubing

dem Amtsgericht Straubing.

§ 10

Führung der Partnerschaftsregister

Auf Grund des § 376 Abs. 2 Satz 1 in Verbindung mit § 374 Nr. 3 des Gesetzes über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit (FamFG) in der Fassung des Art. 1 des Gesetzes vom 17. Dezember 2008 (BGBl I S. 2586), zuletzt geändert durch Art. 2 des Gesetzes vom 31. Juli 2009 (BGBl I S. 2512), wird die Führung der Partnerschaftsregister den Amtsgerichten übertragen, die gemäß § 376 Abs. 1 in Verbindung mit § 374 Nr. 1 FamFG und § 9 dieser Verordnung für die Führung der Handelsregister zuständig sind.

§ 10a

Führung des Vereinsregisters

Auf Grund des § 23d Satz 1 in Verbindung mit § 23a Abs. 1 Nr. 2, Abs. 2 Nr. 3 des Gerichtsverfassungsgesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 9. Mai 1975 (BGBl I S. 1077), zuletzt geändert durch Art. 5 des Gesetzes vom 30. Juli 2009 (BGBl I S. 2474), wird die Führung der Vereinsregister den Amtsgerichten übertragen, die gemäß § 376 Abs. 1 in Verbindung mit § 374 Nr. 1 des Gesetzes über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit (FamFG) in der Fassung des Art. 1 des Gesetzes vom 17. Dezember 2008 (BGBl I S. 2586), zuletzt geändert durch Art. 2 des Gesetzes vom 31. Juli 2009 (BGBl I S. 2512), und § 9 dieser Verordnung für die Führung der Handelsregister zuständig sind.

§ 10b

Führung des Genossenschaftsregisters

Auf Grund des § 376 Abs. 2 Satz 1 in Verbindung mit § 374 Nr. 2 des Gesetzes über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit (FamFG) in der Fassung des Art. 1 des Gesetzes vom 17. Dezember 2008 (BGBl I S. 2586), zuletzt geändert durch Art. 2 des Gesetzes vom 31. Juli 2009 (BGBl I S. 2512), wird die Führung des Genossenschaftsregisters den Amtsgerichten übertragen, die gemäß § 376 Abs. 1 in Verbindung mit § 374 Nr. 1 FamFG und § 9 dieser Verordnung für die Führung der Handelsregister zuständig sind.

§ 11

Meinungsverschiedenheit
zwischen Kapitalgesellschaft und Abschlussprüfer

Auf Grund des § 324 Abs. 2 Satz 9 des Handelsgesetzbuchs vom 10. Mai 1897 (BGBl III 4100-1), zuletzt geändert durch Art. 12d des Gesetzes vom 24. August 2004 (BGBl I S. 2198), wird die Entscheidung über die Beschwerden nach § 324 Abs. 2 Satz 4 des Handelsgesetzbuchs dem Oberlandesgericht München übertragen.

§ 11a

Nichtigerklärung einer Aktiengesellschaft oder
einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung

Auf Grund von § 275 Abs. 4 Satz 1 des Aktiengesetzes vom 6. September 1965 (BGBl I S. 1089), zuletzt geändert durch Art. 1 des Gesetzes vom 31. Juli 2009 (BGBl I S. 2509), und § 75 Abs. 2 des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung - GmbHG - (BGBl III 4123-1), zuletzt geändert durch Art. 5 des Gesetzes vom 31. Juli 2009 (BGBl I S. 2509), jeweils in Verbindung mit § 246 Abs. 3 Satz 3, § 148 Abs. 2 Satz 3 des Aktiengesetzes werden die Entscheidungen nach § 275 Abs. 1 des Aktiengesetzes und § 75 Abs. 1 GmbHG übertragen dem

1.
Landgericht München I

für die Landgerichtsbezirke des Oberlandesgerichts München,

2.
Landgericht Nürnberg-Fürth

für die Landgerichtsbezirke der Oberlandesgerichte Nürnberg und Bamberg.

§ 12

Zusammensetzung des Aufsichtsrats einer
Aktiengesellschaft sowie Auskunftsrecht des Aktionärs

(1) Auf Grund des § 71 Abs. 4 Satz 1 und Abs. 2 Nr. 4 Buchst. b des Gerichtsverfassungsgesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 9. Mai 1975 (BGBl I S. 1077), zuletzt geändert durch Art. 5 des Gesetzes vom 30. Juli 2009 (BGBl I S. 2474), werden die Entscheidungen nach § 98 Abs. 1 und § 132 Abs. 1 des Aktiengesetzes vom 6. September 1965 (BGBl I S. 1089), zuletzt geändert durch Art. 1 des Gesetzes vom 31. Juli 2009 (BGBl I S. 2509), übertragen dem

1.
Landgericht München I

für die Landgerichtsbezirke des Oberlandesgerichts München,

2.
Landgericht Nürnberg-Fürth

für die Landgerichtsbezirke der Oberlandesgerichte Nürnberg und Bamberg.

(2) Auf Grund des § 99 Abs. 3 Satz 5 des Aktiengesetzes wird die Entscheidung über die Beschwerden nach § 99 Abs. 3 Satz 2 des Aktiengesetzes dem Oberlandesgericht München übertragen.

§ 12a

Feststellung der Nichtigkeit oder Anfechtung
der Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern,
Verwaltungsratsmitgliedern und Aufsichtsorganmitgliedern

Auf Grund von § 250 Abs. 3 Satz 1 und § 251 Abs. 3 des Aktiengesetzes vom 6. September 1965 (BGBl I S. 1089), zuletzt geändert durch Art. 1 des Gesetzes vom 31. Juli 2009 (BGBl I S. 2509), und § 31 Abs. 3 Satz 1 des Gesetzes zur Ausführung der Verordnung (EG) Nr. 2157/2001 des Rates vom 8. Oktober 2001 über das Statut der Europäischen Gesellschaft (SE) - SE-Ausführungsgesetz - SEAG - vom 22. Dezember 2004 (BGBl I S. 3675), zuletzt geändert durch Art. 6 des Gesetzes vom 30. Juli 2009 (BGBl I S. 2479), jeweils in Verbindung mit § 246 Abs. 3 Satz 3 , § 148 Abs. 2 Satz 3 des Aktiengesetzes, auf Grund von § 17 Abs. 3 Satz 2 des SE-Ausführungsgesetzes und § 36 Satz 1 des Gesetzes über die Beaufsichtigung der Versicherungsunternehmen (Versicherungsaufsichtsgesetz - VAG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 17. Dezember 1992 (BGBl I 1993 S. 2), zuletzt geändert durch Art. 4 Abs. 10 des Gesetzes vom 30. Juli 2009 (BGBl I S. 2437), jeweils in Verbindung mit § 250 Abs. 3 Satz 1 , § 246 Abs. 3 Satz 3 , § 148 Abs. 2 Satz 3 des Aktiengesetzes sowie auf Grund von § 32 Satz 1 des SE-Ausführungsgesetzes und § 36 Satz 1 VAG jeweils in Verbindung mit § 251 Abs. 3 , § 246 Abs. 3 Satz 3 , § 148 Abs. 2 Satz 3 des Aktiengesetzes werden die Entscheidungen nach § 250 Abs. 3 Satz 1 und § 251 Abs. 1 des Aktiengesetzes, § 17 Abs. 3 Satz 2 , § 31 Abs. 3 Satz 1 und § 32 Satz 1 des SE-Ausführungsgesetzes sowie § 36 Satz 1 VAG übertragen dem

1.
Landgericht München I

für die Landgerichtsbezirke des Oberlandesgerichts München,

2.
Landgericht Nürnberg-Fürth

für die Landgerichtsbezirke der Oberlandesgerichte Nürnberg und Bamberg.

§ 13

Zusammensetzung des Aufsichtsrats
einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung
oder einer bergrechtlichen Gewerkschaft

(1) Auf Grund des § 71 Abs. 4 Satz 1 und Abs. 2 Nr. 4 Buchst. b des Gerichtsverfassungsgesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 9. Mai 1975 (BGBl I S. 1077), zuletzt geändert durch Art. 5 des Gesetzes vom 30. Juli 2009 (BGBl I S. 2474), in Verbindung mit § 27 des Einführungsgesetzes zum Aktiengesetz (EGAktG) vom 6. September 1965 (BGBl I S. 1185), zuletzt geändert durch Art. 2 des Gesetzes vom 31. Juli 2009 (BGBl I S. 2509), und § 98 Abs. 1 des Aktiengesetzes vom 6. September 1965 (BGBl I S. 1089), zuletzt geändert durch Art. 1 des Gesetzes vom 31. Juli 2009 (BGBl I S. 2509), werden die Entscheidungen nach § 27 EGAktG in Verbindung mit § 98 Abs. 1 des Aktiengesetzes übertragen dem

1.
Landgericht München I

für die Landgerichtsbezirke des Oberlandesgerichts München,

2.
Landgericht Nürnberg-Fürth

für die Landgerichtsbezirke der Oberlandesgerichte Nürnberg und Bamberg.

(2) Auf Grund des § 27 EGAktG in Verbindung mit § 99 Abs. 3 Satz 5 des Aktiengesetzes wird die Entscheidung über die Beschwerden nach § 27 EGAktG in Verbindung mit § 99 Abs. 3 Satz 2 des Aktiengesetzes dem Oberlandesgericht München übertragen.

§ 14

Zusammensetzung des Aufsichtsrats
eines Versicherungsvereins auf Gegenseitigkeit
und Auskunftspflicht

(1) Auf Grund des § 71 Abs. 4 Satz 1 und Abs. 2 Nr. 4 Buchst. b des Gerichtsverfassungsgesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 9. Mai 1975 (BGBl I S. 1077), zuletzt geändert durch Art. 5 des Gesetzes vom 30. Juli 2009 (BGBl I S. 2474), in Verbindung mit § 35 Abs. 3 Satz 1 und § 36 Satz 1 des Gesetzes über die Beaufsichtigung der Versicherungsunternehmen (Versicherungsaufsichtsgesetz - VAG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 17. Dezember 1992 (BGBl I 1993 S. 2), zuletzt geändert durch Art. 4 Abs. 10 des Gesetzes vom 30. Juli 2009 (BGBl I S. 2437), und § 98 Abs. 1 sowie § 132 Abs. 1 des Aktiengesetzes vom 6. September 1965 (BGBl I S. 1089), zuletzt geändert durch Art. 1 des Gesetzes vom 31. Juli 2009 (BGBl I S. 2509), werden die Entscheidungen nach § 35 Abs. 3 Satz 1 und § 36 Satz 1 VAG in Verbindung mit § 98 Abs. 1 und § 132 Abs. 1 des Aktiengesetzes übertragen dem

1.
Landgericht München I

für die Landgerichtsbezirke des Oberlandesgerichts München,

2.
Landgericht Nürnberg-Fürth

für die Landgerichtsbezirke der Oberlandesgerichte Nürnberg und Bamberg.

(2) Auf Grund von § 35 Abs. 3 Satz 1 und § 36 Satz 1 VAG in Verbindung mit § 99 Abs. 3 Satz 5 und § 132 Abs. 3 Satz 1 des Aktiengesetzes wird die Entscheidung über die Beschwerden nach § 35 Abs. 3 Satz 1 und § 36 Satz 1 VAG in Verbindung mit § 99 Abs. 3 Satz 2 und § 132 Abs. 3 Satz 1 des Aktiengesetzes dem Oberlandesgericht München übertragen.

§ 14a

Klagezulassungsverfahren

Auf Grund des § 148 Abs. 2 Satz 3 des Aktiengesetzes vom 6. September 1965 (BGBl I S. 1089), zuletzt geändert durch Art. 1 des Gesetzes vom 31. Juli 2009 (BGBl I S. 2509), und auf Grund des § 36 Satz 1 des Gesetzes über die Beaufsichtigung der Versicherungsunternehmen (Versicherungsaufsichtsgesetz - VAG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 17. Dezember 1992 (BGBl I 1993 S. 2), zuletzt geändert durch Art. 4 Abs. 10 des Gesetzes vom 30. Juli 2009 (BGBl I S. 2437), in Verbindung mit § 148 Abs. 2 Satz 3 des Aktiengesetzes werden die Entscheidungen nach § 148 Abs. 1 des Aktiengesetzes und § 36 Satz 1 VAG übertragen dem

1.
Landgericht München I

für die Landgerichtsbezirke des Oberlandesgerichts München,

2.
Landgericht Nürnberg-Fürth

für die Landgerichtsbezirke der Oberlandesgerichte Nürnberg und Bamberg.

§ 14b

Bestellung von Sonderprüfern

Auf Grund des § 71 Abs. 4 Satz 1 und Abs. 2 Nr. 4 Buchst. b des Gerichtsverfassungsgesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 9. Mai 1975 (BGBl I S. 1077), zuletzt geändert durch Art. 5 des Gesetzes vom 30. Juli 2009 (BGBl I S. 2474), in Verbindung mit § 142 und § 315 des Aktiengesetzes vom 6. September 1965 (BGBl I S. 1089), zuletzt geändert durch Art. 1 des Gesetzes vom 31. Juli 2009 (BGBl I S. 2509), und auf Grund des § 36 Satz 1 des Gesetzes über die Beaufsichtigung der Versicherungsunternehmen (Versicherungsaufsichtsgesetz - VAG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 17. Dezember 1992 (BGBl I 1993 S. 2), zuletzt geändert durch Art. 4 Abs. 10 des Gesetzes vom 30. Juli 2009 (BGBl I S. 2437), in Verbindung mit § 142 des Aktiengesetzes und § 71 Abs. 4 Satz 1 und Abs. 2 Nr. 4 Buchst. b des Gerichtsverfassungsgesetzes werden die Entscheidungen nach § 142 Abs. 2 und 4 und § 315 Sätze 1 und 2 des Aktiengesetzes sowie § 36 Satz 1 VAG übertragen dem

1.
Landgericht München I

für die Landgerichtsbezirke des Oberlandesgerichts München,

2.
Landgericht Nürnberg-Fürth

für die Landgerichtsbezirke der Oberlandesgerichte Nürnberg und Bamberg.

§ 15

Gerichtliche Entscheidungen über die
abschließenden Feststellungen der Sonderprüfer

(1) Auf Grund des § 71 Abs. 4 Satz 1 und Abs. 2 Nr. 4 Buchst. b des Gerichtsverfassungsgesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 9. Mai 1975 (BGBl I S. 1077), zuletzt geändert durch Art. 5 des Gesetzes vom 30. Juli 2009 (BGBl I S. 2474), in Verbindung mit § 260 des Aktiengesetzes vom 6. September 1965 (BGBl I S. 1089), zuletzt geändert durch Art. 1 des Gesetzes vom 31. Juli 2009 (BGBl I S. 2509), werden die Entscheidungen nach § 260 Abs. 2 Satz 1 in Verbindung mit § 132 Abs. 1 des Aktiengesetzes übertragen dem

1.
Landgericht München I

für die Landgerichtsbezirke des Oberlandesgerichts München,

2.
Landgericht Nürnberg-Fürth

für die Landgerichtsbezirke der Oberlandesgerichte Nürnberg und Bamberg.

(2) Auf Grund des § 260 Abs. 3 Satz 1 in Verbindung mit § 99 Abs. 3 Satz 5 des Aktiengesetzes wird die Entscheidung über die Beschwerden nach § 260 Abs. 3 Satz 4 in Verbindung mit § 99 Abs. 3 Satz 2 des Aktiengesetzes dem Oberlandesgericht München übertragen.

§ 15a

Feststellung der Nichtigkeit und Anfechtung
eines Hauptversammlungsbeschlusses

Auf Grund des § 246 Abs. 3 Satz 3 des Aktiengesetzes vom 6. September 1965 (BGBl I S. 1089), zuletzt geändert durch Art. 1 des Gesetzes vom 31. Juli 2009 (BGBl I S. 2509), in Verbindung mit § 148 Abs. 2 Satz 3 des Aktiengesetzes, auf Grund des § 249 Abs. 1 Satz 1 des Aktiengesetzes in Verbindung mit § 246 Abs. 3 Satz 3 , § 148 Abs. 2 Satz 3 des Aktiengesetzes und auf Grund des § 36 Satz 1 des Gesetzes über die Beaufsichtigung der Versicherungsunternehmen (Versicherungsaufsichtsgesetz - VAG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 17. Dezember 1992 (BGBl I 1993 S. 2), zuletzt geändert durch Art. 4 Abs. 10 des Gesetzes vom 30. Juli 2009 (BGBl I S. 2437), in Verbindung mit § 249 Abs. 1 Satz 1 , § 246 Abs. 3 Satz 3 , § 148 Abs. 2 Satz 3 des Aktiengesetzes werden die Entscheidungen nach § 246 Abs. 1 und § 249 Abs. 1 Satz 1 des Aktiengesetzes, soweit der Rechtsstreit Aktiengesellschaften oder Kommanditgesellschaften auf Aktien betrifft, und § 36 Satz 1 VAG übertragen dem

1.
Landgericht München I

für die Landgerichtsbezirke des Oberlandesgerichts München,

2.
Landgericht Nürnberg-Fürth

für die Landgerichtsbezirke der Oberlandesgerichte Nürnberg und Bamberg.

§ 15b

Gestattung der Nichtaufnahme von Tatsachen
in den Prüfungsbericht

Auf Grund des § 71 Abs. 4 Satz 1 und Abs. 2 Nr. 4 Buchst. b des Gerichtsverfassungsgesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 9. Mai 1975 (BGBl I S. 1077), zuletzt geändert durch Art. 5 des Gesetzes vom 30. Juli 2009 (BGBl I S. 2474), in Verbindung mit § 145 des Aktiengesetzes vom 6. September 1965 (BGBl I S. 1089), zuletzt geändert durch Art. 1 des Gesetzes vom 31. Juli 2009 (BGBl I S. 2509), in Verbindung mit § 259 Abs. 1 Satz 3, § 145 Abs. 4 des Aktiengesetzes sowie in Verbindung mit § 36 Satz 1 des Gesetzes über die Beaufsichtigung der Versicherungsunternehmen (Versicherungsaufsichtsgesetz - VAG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 17. Dezember 1992 (BGBl I 1993 S. 2), zuletzt geändert durch Art. 4 Abs. 10 des Gesetzes vom 30. Juli 2009 (BGBl I S. 2437), und § 259 Abs. 1 Satz 3, § 145 Abs. 4 des Aktiengesetzes werden die Entscheidungen nach § 145 Abs. 4, § 259 Abs. 1 Satz 3 des Aktiengesetzes und § 36 Satz 1 VAG übertragen dem

1.
Landgericht München I

für die Landgerichtsbezirke des Oberlandesgerichts München,

2.
Landgericht Nürnberg-Fürth

für die Landgerichtsbezirke der Oberlandesgerichte Nürnberg und Bamberg.

§ 15c

Feststellung der Nichtigkeit und Anfechtung
des Beschlusses über die Verwendung des Bilanzgewinns

Auf Grund des § 253 Abs. 2 des Aktiengesetzes vom 6. September 1965 (BGBl I S. 1089), zuletzt geändert durch Art. 1 des Gesetzes vom 31. Juli 2009 (BGBl I S. 2509), in Verbindung mit § 249 Abs. 1 Satz 1 , § 246 Abs. 3 Satz 3 , § 148 Abs. 2 Satz 3 des Aktiengesetzes, auf Grund des § 254 Abs. 2 Satz 1 in Verbindung mit § 246 Abs. 3 Satz 3 , § 148 Abs. 2 Satz 3 des Aktiengesetzes und auf Grund des § 36 Satz 1 des Gesetzes über die Beaufsichtigung der Versicherungsunternehmen (Versicherungsaufsichtsgesetz - VAG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 17. Dezember 1992 (BGBl I 1993 S. 2), zuletzt geändert durch Art. 4 Abs. 10 des Gesetzes vom 30. Juli 2009 (BGBl I S. 2437), in Verbindung mit § 253 Abs. 2 , § 249 Abs. 1 Satz 1 , § 246 Abs. 3 Satz 3 , § 148 Abs. 2 Satz 3 des Aktiengesetzes werden die Entscheidungen nach § 253 Abs. 2 und § 254 Abs. 1 des Aktiengesetzes sowie § 36 Abs. 1 VAG übertragen dem

1.
Landgericht München I

für die Landgerichtsbezirke des Oberlandesgerichts München,

2.
Landgericht Nürnberg-Fürth

für die Landgerichtsbezirke der Oberlandesgerichte Nürnberg und Bamberg.

§ 15d

Feststellung der Nichtigkeit des
Jahresabschlusses oder Anfechtung
der Feststellung des Jahresabschlusses durch die
Hauptversammlung und die oberste Vertretung

Auf Grund des § 256 Abs. 7 Satz 1 des Aktiengesetzes vom 6. September 1965 (BGBl I S. 1089), zuletzt geändert durch Art. 1 des Gesetzes vom 31. Juli 2009 (BGBl I S. 2509), in Verbindung mit § 249 Abs. 1 Satz 1 , § 246 Abs. 3 Satz 3 , § 148 Abs. 2 Satz 3 des Aktiengesetzes, auf Grund des § 257 Abs. 2 Satz 1 des Aktiengesetzes in Verbindung mit § 246 Abs. 3 Satz 3 , § 148 Abs. 2 Satz 3 des Aktiengesetzes und auf Grund des § 36 Satz 1 des Gesetzes über die Beaufsichtigung der Versicherungsunternehmen (Versicherungsaufsichtsgesetz - VAG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 17. Dezember 1992 (BGBl I 1993 S. 2), zuletzt geändert durch Art. 4 Abs. 10 des Gesetzes vom 30. Juli 2009 (BGBl I S. 2437), in Verbindung mit § 257 Abs. 2 Satz 1 , § 246 Abs. 3 Satz 3 , § 148 Abs. 2 Satz 3 des Aktiengesetzes werden die Entscheidungen nach § 256 Abs. 7 Satz 1 und § 257 Abs. 1 des Aktiengesetzes sowie § 36 Satz 1 VAG übertragen dem

1.
Landgericht München I

für die Landgerichtsbezirke des Oberlandesgerichts München,

2.
Landgericht Nürnberg-Fürth

für die Landgerichtsbezirke der Oberlandesgerichte Nürnberg und Bamberg.

§ 15e

Anfechtung der Kapitalerhöhung
gegen Einlagen

Auf Grund des § 255 Abs. 3 des Aktiengesetzes vom 6. September 1965 (BGBl I S. 1089), zuletzt geändert durch Art. 1 des Gesetzes vom 31. Juli 2009 (BGBl I S. 2509), in Verbindung mit § 246 Abs. 3 Satz 3 , § 148 Abs. 2 Satz 3 des Aktiengesetzes werden die Entscheidungen nach § 255 Abs. 1 des Aktiengesetzes übertragen dem

1.
Landgericht München I

für die Landgerichtsbezirke des Oberlandesgerichts München,

2.
Landgericht Nürnberg-Fürth

für die Landgerichtsbezirke der Oberlandesgerichte Nürnberg und Bamberg.

§ 16

Gerichtliche Entscheidungen
im gesellschaftsrechtlichen Spruchverfahren

(1) Auf Grund des § 71 Abs. 4 Satz 1 und Abs. 2 Nr. 4 Buchst. e des Gerichtsverfassungsgesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 9. Mai 1975 (BGBl I S. 1077), zuletzt geändert durch Art. 5 des Gesetzes vom 30. Juli 2009 (BGBl I S. 2474), werden die Entscheidungen nach § 1 des Gesetzes über das gesellschaftsrechtliche Spruchverfahren (Spruchverfahrensgesetz - SpruchG) in der Fassung von Art. 1 des Gesetzes vom 12. Juni 2003 (BGBl I S. 838), zuletzt geändert durch Art. 42 des Gesetzes vom 17. Dezember 2008 (BGBl I S. 2586), übertragen dem

1.
Landgericht München I

für die Landgerichtsbezirke des Oberlandesgerichts München,

2.
Landgericht Nürnberg-Fürth

für die Landgerichtsbezirke der Oberlandesgerichte Nürnberg und Bamberg.

(2) Auf Grund des § 12 Abs. 2 Satz 1 SpruchG wird die Entscheidung über die Beschwerden nach § 12 Abs. 1 SpruchG dem Oberlandesgericht München übertragen.

§ 17

Auskunfts- und Einsichtsrecht
der Gesellschafter einer Gesellschaft
mit beschränkter Haftung

(1) Auf Grund des § 71 Abs. 4 Satz 1 und Abs. 2 Nr. 4 Buchst. b des Gerichtsverfassungsgesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 9. Mai 1975 (BGBl I S. 1077), zuletzt geändert durch Art. 5 des Gesetzes vom 30. Juli 2009 (BGBl I S. 2474), in Verbindung mit § 51b Satz 1 des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung - GmbHG - (BGBl III 4123-1), zuletzt geändert durch Art. 5 des Gesetzes vom 31. Juli 2009 (BGBl I S. 2509), und § 132 Abs. 1 des Aktiengesetzes vom 6. September 1965 (BGBl I S. 1089), zuletzt geändert durch Art. 1 des Gesetzes vom 31. Juli 2009 (BGBl I S. 2509), werden die Entscheidungen nach § 51b Satz 1 GmbHG in Verbindung mit § 132 Abs. 1 des Aktiengesetzes übertragen dem

1.
Landgericht München I

für die Landgerichtsbezirke des Oberlandesgerichts München,

2.
Landgericht Nürnberg-Fürth

für die Landgerichtsbezirke der Oberlandesgerichte Nürnberg und Bamberg.

(2) Auf Grund von § 51b Satz 1 GmbHG in Verbindung mit § 99 Abs. 3 Satz 5 und § 132 Abs. 3 Satz 1 des Aktiengesetzes wird die Entscheidung über die Beschwerden nach § 51b Satz 1 GmbHG in Verbindung mit § 132 Abs. 3 Satz 1 und § 99 Abs. 3 Satz 2 des Aktiengesetzes dem Oberlandesgericht München übertragen.

§ 18

Bestellung von Verschmelzungs- und
Spaltungsprüfern;
Ersatz von Auslagen und Vergütung

(1) Auf Grund des § 71 Abs. 4 Satz 1 und Abs. 2 Nr. 4 Buchst. d des Gerichtsverfassungsgesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 9. Mai 1975 (BGBl I S. 1077), zuletzt geändert durch Art. 5 des Gesetzes vom 30. Juli 2009 (BGBl I S. 2474), in Verbindung mit § 10 , § 36 Abs. 1 Satz 1 , § 44 Satz 1 , § 48 Satz 1 , § 60 , § 81 Abs. 2 , § 100 Satz 1 und § 125 des Umwandlungsgesetzes (UmwG) vom 28. Oktober 1994 (BGBl I S. 3210, 1995 I S. 428), zuletzt geändert durch Art. 5 des Gesetzes vom 24. September 2009 (BGBl I S. 3145), werden die Entscheidungen nach § 10 Abs. 1 in Verbindung mit § 36 Abs. 1 Satz 1 , § 44 Satz 1 , § 48 Satz 1 , § 60 , § 81 Abs. 2 , § 100 Satz 1 und § 125 UmwG sowie § 318 Abs. 5 Satz 2 des Handelsgesetzbuchs übertragen dem

1.
Landgericht München I

für die Landgerichtsbezirke des Oberlandesgerichts München,

2.
Landgericht Nürnberg-Fürth

für die Landgerichtsbezirke der Oberlandesgerichte Nürnberg und Bamberg.

(2) Auf Grund von § 10 Abs. 5 Satz 1 in Verbindung mit § 36 Abs. 1 Satz 1, § 44 Satz 1, § 48 Satz 1, § 60 , § 81 Abs. 2, § 100 Satz 1 und § 125 UmwG wird die Entscheidung über die Beschwerden nach § 10 Abs. 4 in Verbindung mit § 36 Abs. 1 Satz 1, § 44 Satz 1, § 48 Satz 1, § 60 , § 81 Abs. 2, § 100 Satz 1 und § 125 UmwG sowie § 318 Abs. 5 Satz 3 des Handelsgesetzbuchs dem Oberlandesgericht München übertragen.

§ 19

Bestellung von Vertrags- und
Eingliederungsprüfern;
Ersatz von Auslagen und Vergütung

(1) Auf Grund des § 71 Abs. 4 Satz 1 und Abs. 2 Nr. 4 Buchst. b des Gerichtsverfassungsgesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 9. Mai 1975 (BGBl I S. 1077), zuletzt geändert durch Art. 5 des Gesetzes vom 30. Juli 2009 (BGBl I S. 2474), in Verbindung mit § 293c und § 320 Abs. 3 Satz 3 des Aktiengesetzes vom 6. September 1965 (BGBl I S. 1089), zuletzt geändert durch Art. 1 des Gesetzes vom 31. Juli 2009 (BGBl I S. 2509), werden die Entscheidungen nach § 293c Abs. 1 Sätze 1 und 5 und § 320 Abs. 3 des Aktiengesetzes in Verbindung mit § 318 Abs. 5 Satz 2 des Handelsgesetzbuchs übertragen dem

1.
Landgericht München I

für die Landgerichtsbezirke des Oberlandesgerichts München,

2.
Landgericht Nürnberg-Fürth

für die Landgerichtsbezirke der Oberlandesgerichte Nürnberg und Bamberg.

(2) Auf Grund des § 10 Abs. 5 Satz 1 des Umwandlungsgesetzes (UmwG) vom 28. Oktober 1994 (BGBl I S. 3210, 1995 I S. 428), zuletzt geändert durch Art. 5 des Gesetzes vom 24. September 2009 (BGBl I S. 3145), in Verbindung mit § 293c Abs. 2 und § 320 Abs. 3 Satz 3 des Aktiengesetzes wird die Entscheidung über die Beschwerden nach § 10 Abs. 4 UmwG in Verbindung mit § 293c Abs. 1 Sätze 1 und 5 , § 320 Abs. 3 des Aktiengesetzes sowie § 318 Abs. 5 Satz 3 des Handelsgesetzbuchs dem Oberlandesgericht München übertragen.

§ 20

Bestellung von Prüfern zur Prüfung
der Angemessenheit der Barabfindung
beim Ausschluss von Minderheitsaktionären;
Ersatz von Auslagen und Vergütung

(1) Auf Grund des § 71 Abs. 4 Satz 1 und Abs. 2 Nr. 4 Buchst. b des Gerichtsverfassungsgesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 9. Mai 1975 (BGBl I S. 1077), zuletzt geändert durch Art. 5 des Gesetzes vom 30. Juli 2009 (BGBl I S. 2474), in Verbindung mit § 293c und § 327c Abs. 2 Satz 4 des Aktiengesetzes vom 6. September 1965 (BGBl I S. 1089), zuletzt geändert durch Art. 1 des Gesetzes vom 31. Juli 2009 (BGBl I S. 2509), werden die Entscheidungen nach § 327c Abs. 2 Sätze 3 und 4 des Aktiengesetzes in Verbindung mit § 293c Abs. 1 Satz 5 des Aktiengesetzes und § 318 Abs. 5 Satz 2 des Handelsgesetzbuchs übertragen dem

1.
Landgericht München I

für die Landgerichtsbezirke des Oberlandesgerichts München,

2.
Landgericht Nürnberg-Fürth

für die Landgerichtsbezirke der Oberlandesgerichte Nürnberg und Bamberg.

(2) Auf Grund des § 10 Abs. 5 Satz 1 des Umwandlungsgesetzes (UmwG) vom 28. Oktober 1994 (BGBl I S. 3210, 1995 I S. 428), zuletzt geändert durch Art. 5 des Gesetzes vom 24. September 2009 (BGBl I S. 3145), in Verbindung mit § 293c Abs. 2 und § 327c Abs. 2 Satz 4 des Aktiengesetzes wird die Entscheidung über die Beschwerden nach § 10 Abs. 4 UmwG in Verbindung mit § 327c Abs. 2 Sätze 3 und 4 des Aktiengesetzes in Verbindung mit § 293c Abs. 1 Satz 5 des Aktiengesetzes und § 318 Abs. 5 Satz 3 des Handelsgesetzbuchs dem Oberlandesgericht München übertragen.

§ 21

Ausgleich beim Erlöschen von Mehrstimmrechten;
Antrag auf gerichtliche Bestimmung
des angemessenen Ausgleichs

(1) Auf Grund des § 71 Abs. 4 Satz 1 und Abs. 2 Nr. 4 Buchst. e des Gerichtsverfassungsgesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 9. Mai 1975 (BGBl I S. 1077), zuletzt geändert durch Art. 5 des Gesetzes vom 30. Juli 2009 (BGBl I S. 2474), in Verbindung mit § 5 Abs. 5 des Einführungsgesetzes zum Aktiengesetz (EGAktG) vom 6. September 1965 (BGBl I S. 1185), zuletzt geändert durch Art. 2 des Gesetzes vom 31. Juli 2009 (BGBl I S. 2509), und mit dem Spruchverfahrensgesetz (SpruchG) in der Fassung von Art. 1 des Gesetzes vom 12. Juni 2003 (BGBl I S. 838), zuletzt geändert durch Art. 42 des Gesetzes vom 17. Dezember 2008 (BGBl I S. 2586), werden die Entscheidungen nach § 5 Abs. 3 Satz 2 und Abs. 4 Satz 2 EGAktG übertragen dem

1.
Landgericht München I

für die Landgerichtsbezirke des Oberlandesgerichts München,

2.
Landgericht Nürnberg-Fürth

für die Landgerichtsbezirke der Oberlandesgerichte Nürnberg und Bamberg.

(2) Auf Grund von § 5 Abs. 5 EGAktG in Verbindung mit § 12 Abs. 2 Satz 1 SpruchG wird die Entscheidung über die Beschwerden nach § 5 Abs. 5 EGAktG in Verbindung mit § 12 Abs. 1 SpruchG dem Oberlandesgericht München übertragen.

§ 21a

Unternehmensrechtliche Verfahren

Auf Grund des § 376 Abs. 2 Satz 1 in Verbindung mit § 375 Nr. 1 und Nrn. 3 bis 14 des Gesetzes über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit (FamFG) in der Fassung des Art. 1 des Gesetzes vom 17. Dezember 2008 (BGBl I S. 2586), zuletzt geändert durch Art. 2 des Gesetzes vom 31. Juli 2009 (BGBl I S. 2512), werden die unternehmensrechtlichen Verfahren den Amtsgerichten übertragen, die gemäß § 376 Abs. 1 in Verbindung mit § 374 Nr. 1 FamFG und § 9 dieser Verordnung für die Führung der Handelsregister zuständig sind.

§ 22

Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen

(1) Auf Grund des § 89 Abs. 1 Satz 1 des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB) in der Fassung der Bekanntmachung vom 15. Juli 2005 (BGBl I S. 2114), zuletzt geändert durch Art. 1 des Gesetzes vom 1. September 2005 (BGBl I S. 2676), werden die bürgerlichen Rechtsstreitigkeiten, für die nach § 87 GWB ausschließlich die Landgerichte zuständig sind, übertragen dem

1.
Landgericht München I

für die Landgerichtsbezirke des Oberlandesgerichts München,

2.
Landgericht Nürnberg-Fürth

für die Landgerichtsbezirke der Oberlandesgerichte Nürnberg und Bamberg.

(2) Auf Grund von § 93 in Verbindung mit § 92 Abs. 1 Satz 1 GWB wird die Entscheidung über die Berufung gegen Endurteile und über die Beschwerde gegen sonstige Entscheidungen der nach Abs. 1 zuständigen Landgerichte übertragen dem

1.
Oberlandesgericht München

für seinen Bezirk,

2.
Oberlandesgericht Nürnberg

für seinen Bezirk und den Bezirk des Oberlandesgerichts Bamberg.

(3) Auf Grund des § 116 Abs. 4 Satz 1 GWB wird die Entscheidung über die sofortige Beschwerde gegen Entscheidungen der Vergabekammer (§ 116 Abs. 1 und 2 GWB) dem Oberlandesgericht München übertragen.

§ 22a

Verfahren nach dem Energiewirtschaftsgesetz

Auf Grund von § 106 Abs. 2 des Gesetzes über die Elektrizitäts- und Gasversorgung (Energiewirtschaftsgesetz - EnWG) vom 7. Juli 2005 (BGBl I S. 1970, 3621), zuletzt geändert durch Art. 7 Abs. 14 des Gesetzes vom 26. März 2007 (BGBl I S. 358), in Verbindung mit § 92 Abs. 1 Satz 1 und § 93 des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB) in der Fassung der Bekanntmachung vom 15. Juli 2005 (BGBl I S. 2114), zuletzt geändert durch Art. 7 Abs. 11 des Gesetzes vom 26. März 2007 (BGBl I S. 358), werden die Entscheidungen nach § 106 Abs. 1 EnWG übertragen dem

1.
Oberlandesgericht München

für seinen Bezirk,

2.
Oberlandesgericht Nürnberg

für seinen Bezirk und den Bezirk des Oberlandesgerichts Bamberg.

§ 23

Wertpapierbereinigung

Auf Grund von § 29 Abs. 1 Satz 2 des Gesetzes zur Bereinigung des Wertpapierwesens (Wertpapierbereinigungsgesetz) vom 19. August 1949 (BGBl III 4139-1), zuletzt geändert durch Art. 4 Abs. 39 des Gesetzes vom 5. Mai 2004 (BGBl I S. 718), § 71 Abs. 2 des Gesetzes zur Bereinigung von deutschen Schuldverschreibungen, die auf ausländische Währung lauten (Bereinigungsgesetz für Deutsche Auslandsbonds - AuslWBG), vom 25. August 1952 (BGBl III 4139-2), zuletzt geändert durch Art. 75 der Verordnung vom 25. November 2003 (BGBl I S. 2304) und § 37 Satz 1 des Vierten Gesetzes zur Änderung und Ergänzung des Wertpapierbereinigungsgesetzes (Wertpapierbereinigungsschlussgesetz) vom 28. Januar 1964 (BGBl I S. 45), zuletzt geändert durch Art. 6 des Gesetzes vom 21. Juli 2004 (BGBl I S. 1742), werden den Kammern für Handelssachen bei dem Landgericht München I übertragen

1.
die Aufgaben der nach § 29 des Wertpapierbereinigungsgesetzes gebildeten Kammern für Wertpapierbereinigung,
2.
die Aufgaben und Entscheidungsbefugnisse auf Grund des Bereinigungsgesetzes für Deutsche Auslandsbonds.

§ 24

Wertpapiererwerbs- und Übernahmesachen

Auf Grund des § 66 Abs. 3 Satz 1 des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes (WpÜG) in der Fassung des Art. 1 des Gesetzes vom 20. Dezember 2001 (BGBl I S. 3822), zuletzt geändert durch Art. 71 der Verordnung vom 25. November 2003 (BGBl I S. 2304), werden die bürgerlichen Rechtsstreitigkeiten, die sich aus diesem Gesetz ergeben, soweit aus § 24a nichts anderes folgt, übertragen dem

1.
Landgericht München I

für die Landgerichtsbezirke des Oberlandesgerichts München,

2.
Landgericht Nürnberg-Fürth

für die Landgerichtsbezirke der Oberlandesgerichte Nürnberg und Bamberg.

§ 24a

Klagen auf Grund falscher, irreführender oder unterlassener öffentlicher
Kapitalmarktinformationen und vertraglicher Erfüllungsansprüche aus Angeboten
nach dem Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetz

Auf Grund von § 32b Abs. 2 Satz 1 der Zivilprozessordnung in der Fassung der Bekanntmachung vom 5. Dezember 2005 (BGBl I S. 3202, 2006 I S. 431), zuletzt geändert durch Art. 3 Abs. 6 des Gesetzes vom 26. März 2007 (BGBl I S. 370), werden die Entscheidungen nach § 32b Abs. 1 der Zivilprozessordnung übertragen dem

1.
Landgericht Augsburg

für die Landgerichtsbezirke Augsburg, Kempten (Allgäu) und Memmingen,

2.
Landgericht Landshut

für die Landgerichtsbezirke Deggendorf, Landshut und Passau,

3.
Landgericht München I

für die Landgerichtsbezirke Ingolstadt, München I, München II und Traunstein,

4.
Landgericht Nürnberg-Fürth

für die Landgerichtsbezirke der Oberlandesgerichte Nürnberg und Bamberg.

Abschnitt IV

Gewerblicher Rechtsschutz und Urheberrecht

§ 25

Patentstreitsachen

Auf Grund des § 143 Abs. 2 Satz 1 des Patentgesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 16. Dezember 1980 (BGBl 1981 I S. 1), zuletzt geändert durch Art. 4 Abs. 41 des Gesetzes vom 5. Mai 2004 (BGBl I S. 718), wird die Zuständigkeit für Patentstreitsachen übertragen dem

1.
Landgericht München I

für den Oberlandesgerichtsbezirk München,

2.
Landgericht Nürnberg-Fürth

für die Oberlandesgerichtsbezirke Nürnberg und Bamberg.

§ 26

Gebrauchsmusterstreitsachen

Auf Grund des § 27 Abs. 2 des Gebrauchsmustergesetzes (GebrMG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 28. August 1986 (BGBl I S. 1455), zuletzt geändert durch Art. 4 Abs. 42 des Gesetzes vom 5. Mai 2004 (BGBl I S. 718), wird die Zuständigkeit für Gebrauchsmusterstreitsachen übertragen dem

1.
Landgericht München I

für die Landgerichtsbezirke des Oberlandesgerichts München,

2.
Landgericht Nürnberg-Fürth

für die Landgerichtsbezirke der Oberlandesgerichte Nürnberg und Bamberg.

§ 27

Halbleiterschutzstreitsachen

Auf Grund des § 11 Abs. 2 des Gesetzes über den Schutz der Topographien von mikroelektronischen Halbleitererzeugnissen (Halbleiterschutzgesetz - HalblSchG) vom 22. Oktober 1987 (BGBl I S. 2294), zuletzt geändert durch Art. 2 Abs. 15 des Gesetzes vom 12. März 2004 (BGBl I S. 390), in Verbindung mit § 27 Abs. 2 des Gebrauchsmustergesetzes (GebrMG) wird die Zuständigkeit für Halbleiterschutzstreitsachen übertragen dem

1.
Landgericht München I

für die Landgerichtsbezirke des Oberlandesgerichts München,

2.
Landgericht Nürnberg-Fürth

für die Landgerichtsbezirke der Oberlandesgerichte Nürnberg und Bamberg.

§ 28

Geschmacksmusterstreitsachen und Gemeinschaftsgeschmacksmusterstreitverfahren

Auf Grund von § 52 Abs. 2 Satz 1 und § 63 Abs. 2 Satz 1 des Gesetzes über den rechtlichen Schutz von Mustern und Modellen (Geschmacksmustergesetz - GeschmMG) in der Fassung von Art. 1 des Gesetzes vom 12. März 2004 (BGBl I S. 390), geändert durch Art. 4 Abs. 52 des Gesetzes vom 5. Mai 2004 (BGBl I S. 718), wird die Zuständigkeit für Geschmacksmusterstreitsachen und Gemeinschaftsgeschmacksmusterstreitverfahren übertragen dem

1.
Landgericht München I

für die Landgerichtsbezirke des Oberlandesgerichts München,

2.
Landgericht Nürnberg-Fürth

für die Landgerichtsbezirke der Oberlandesgerichte Nürnberg und Bamberg.

§ 29

Sortenschutzstreitsachen

Auf Grund des § 38 Abs. 2 Satz 1 des Sortenschutzgesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 19. Dezember 1997 (BGBl I S. 3164), zuletzt geändert durch Art. 4 Abs. 66 des Gesetzes vom 5. Mai 2004 (BGBl I S. 718), werden die Sortenschutzstreitsachen nach § 38 Abs. 1 des Sortenschutzgesetzes dem Landgericht München I für alle übrigen Landgerichte des Freistaates Bayern übertragen.

§ 30

Gemeinschaftsmarken- und Kennzeichenstreitsachen

Auf Grund von § 125e Abs. 3 Satz 1 und § 140 Abs. 2 Satz 1 des Gesetzes über den Schutz von Marken und sonstigen Kennzeichen (Markengesetz - MarkenG) vom 25. Oktober 1994 (BGBl I S. 3082), zuletzt geändert durch § 20 Abs. 5 des Gesetzes vom 3. Juli 2004 (BGBl I S. 1414), werden als Gerichte für Gemeinschaftsmarkenstreitsachen (§ 125e Abs. 1 MarkenG) und für Kennzeichenstreitsachen (§ 140 Abs. 1 MarkenG) bestimmt das

1.
Landgericht München I

für die Landgerichtsbezirke des Oberlandesgerichts München,

2.
Landgericht Nürnberg-Fürth

für die Landgerichtsbezirke der Oberlandesgerichte Nürnberg und Bamberg.

§ 31

Streitsachen nach dem Gesetz zum Schutz
des olympischen Emblems und
der olympischen Bezeichnungen

Auf Grund des § 9 Abs. 2 Satz 1 des Gesetzes zum Schutz des olympischen Emblems und der olympischen Bezeichnungen (OlympSchG) vom 31. März 2004 (BGBl I S. 479) wird die Zuständigkeit für Streitsachen nach dem Gesetz zum Schutz des olympischen Emblems und der olympischen Bezeichnungen übertragen dem

1.
Landgericht München I

für die Landgerichtsbezirke des Oberlandesgerichts München,

2.
Landgericht Nürnberg-Fürth

für die Landgerichtsbezirke der Oberlandesgerichte Nürnberg und Bamberg.

§ 32

Urheberrechtsstreitsachen

(1) Auf Grund des § 105 Abs. 2 des Gesetzes über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte (Urheberrechtsgesetz) vom 9. September 1965 (BGBl I S. 1273), zuletzt geändert durch Art. 1 des Gesetzes vom 10. September 2003 (BGBl I S. 1774), werden die zur Zuständigkeit der Amtsgerichte gehörenden Urheberrechtsstreitsachen den Amtsgerichten am Sitz der Landgerichte jeweils für alle Amtsgerichtsbezirke des übergeordneten Landgerichts übertragen, dem Amtsgericht München auch für die Amtsgerichtsbezirke des Landgerichts München II.

(2) Auf Grund des § 105 Abs. 1 des Urheberrechtsgesetzes werden Urheberrechtsstreitsachen, für die die Landgerichte in erster Instanz oder in der Berufungsinstanz zuständig sind, übertragen dem

1.
Landgericht München I

für die Landgerichtsbezirke des Oberlandesgerichts München,

2.
Landgericht Nürnberg-Fürth

für die Landgerichtsbezirke der Oberlandesgerichte Nürnberg und Bamberg.

Abschnitt V

Besondere Sachgebiete

§ 33

Landwirtschaftssachen

1 Auf Grund des § 8 Satz 1 des Gesetzes über das gerichtliche Verfahren in Landwirtschaftssachen vom 21. Juli 1953 (BGBl III 317-1), zuletzt geändert durch Art. 4 Abs. 23 des Gesetzes vom 5. Mai 2004 (BGBl I S. 718), werden die zur Zuständigkeit der Amtsgerichte gehörenden Geschäfte in Landwirtschaftssachen jeweils dem Amtsgericht am Sitz des Landgerichts für alle Amtsgerichte des Landgerichtsbezirks übertragen. 2 Das gilt für das Amtsgericht München auch hinsichtlich des Landgerichtsbezirks München II.

§ 34

Verfahren nach dem Baugesetzbuch

Auf Grund des § 219 Abs. 2 Satz 1 des Baugesetzbuchs (BauGB) in der Fassung der Bekanntmachung vom 23. September 2004 (BGBl I S. 2414) werden die Verhandlungen und Entscheidungen über Anträge auf gerichtliche Entscheidung in Verfahren nach dem Baugesetzbuch übertragen dem Landgericht

1.
Ansbach

für die Bezirke der Landgerichte Ansbach und Nürnberg-Fürth,

2.
Augsburg

für die Bezirke der Landgerichte Augsburg, Kempten (Allgäu) und Memmingen,

3.
Bayreuth

für die Bezirke der Landgerichte Bamberg, Bayreuth, Coburg und Hof,

4.
Landshut

für die Bezirke der Landgerichte Deggendorf, Landshut und Passau,

5.
München I

für die Bezirke der Landgerichte Ingolstadt, München I, München II und Traunstein,

6.
Regensburg

für die Bezirke der Landgerichte Amberg, Regensburg und Weiden i. d. OPf.,

7.
Würzburg

für die Bezirke der Landgerichte Aschaffenburg, Schweinfurt und Würzburg.

§ 35

Binnenschifffahrtssachen

Auf Grund des § 4 Abs. 1 Satz 1 des Gesetzes über das gerichtliche Verfahren in Binnenschifffahrtssachen vom 27. September 1952 (BGBl III 310-5), zuletzt geändert durch Art. 8 des Gesetzes vom 27. Juli 2001 (BGBl I S. 1887), werden die Verhandlung und Entscheidung von Binnenschifffahrtssachen übertragen dem

1.
Amtsgericht Bamberg

als Schifffahrtsgericht für die Gewässer in den Landgerichtsbezirken Bamberg, Bayreuth, Coburg und Hof,

2.
Amtsgericht Lindau (Bodensee)
a)
als Schifffahrtsgericht

für den Bodensee,

b)
für die Gewässer in dem Landgerichtsbezirk

Kempten (Allgäu),

c)
für die Gewässer in dem Amtsgerichtsbezirk

Memmingen,

3.
Amtsgericht Nürnberg

als Schifffahrtsgericht für die Gewässer in den Landgerichtsbezirken Ansbach, Ingolstadt und Nürnberg-Fürth sowie in den Amtsgerichtsbezirken Dillingen a. d. Donau, Günzburg, Neu-Ulm und Nördlingen,

4.
Amtsgericht Regensburg

als Schifffahrtsgericht für die Gewässer in den Landgerichtsbezirken Amberg, Deggendorf, Landshut, Passau, Regensburg und Weiden i. d. OPf.,

5.
Amtsgericht Starnberg

als Schifffahrtsgericht für die Gewässer in den Landgerichtsbezirken Augsburg - ausgenommen für die Gewässer in den Amtsgerichtsbezirken Dillingen a. d. Donau und Nördlingen -, München I, München II und Traunstein,

6.
Amtsgericht Würzburg

als Schifffahrtsgericht für die Gewässer in den Landgerichtsbezirken Aschaffenburg, Schweinfurt und Würzburg,

7.
Oberlandesgericht Nürnberg

als Schifffahrtsobergericht für die Schifffahrtsgerichte im Freistaat Bayern. Dies gilt auch für Rechtsbeschwerden in Bußgeldsachen.

§ 36

Führung des Schiffsregisters und
des Schiffsbauregisters

(1) Auf Grund des § 1 Abs. 2 Satz 1 der Schiffsregisterordnung in der Fassung der Bekanntmachung vom 26. Mai 1994 (BGBl I S. 1133), zuletzt geändert durch Art. 86 der Verordnung vom 29. Oktober 2001 (BGBl I S. 2785), wird die Führung des Schiffsregisters für Schiffe, deren Heimatort in einem der nachstehend aufgeführten Gebiete liegt, übertragen dem

1.
Amtsgericht Regensburg

für das von der Donau und ihren nördlichen Nebenflüssen umfasste sowie für das südlich der Donau gelegene Gebiet des Freistaates Bayern,

2.
Amtsgericht Würzburg

für das übrige Gebiet des Freistaates Bayern.

(2) 1 Auf Grund des § 65 Abs. 1 in Verbindung mit § 1 Abs. 2 Satz 1 der Schiffsregisterordnung wird die Führung des Schiffsbauregisters den Amtsgerichten übertragen, bei denen ein Schiffsregister geführt wird. 2 Das Bauwerk eines Schiffes ist in das Schiffsbauregister des Amtsgerichts einzutragen, in dessen Schiffsregister das fertige Schiff einzutragen wäre, wenn der Bauort sein Heimatort wäre.

§ 37

Entschädigungssachen

(1) Auf Grund des § 208 Abs. 2 Satz 1 des Bundesentschädigungsgesetzes (BEG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 29. Juni 1956 (BGBl III 251-1), zuletzt geändert durch Art. 4 Abs. 12 des Gesetzes vom 5. Mai 2004 (BGBl I S. 718), werden die Entschädigungssachen im Gebiet des Freistaates Bayern dem Landgericht München I (Entschädigungskammer) zugewiesen.

(2) Soweit Verfahren bei anderen Gerichten als den Entschädigungsgerichten anhängig geworden sind, ist das Verfahren an das Landgericht München I (Entschädigungskammer) abzugeben.

Abschnitt VI

Zwangsvollstreckungs-, Konkurs- und
Insolvenzrecht

§ 38

Zwangsversteigerungs-, Zwangsverwaltungs-,
Konkurs- und Insolvenzsachen

Auf Grund von § 1 Abs. 2 Satz 1 des Gesetzes über die Zwangsversteigerung und die Zwangsverwaltung in der Fassung der Bekanntmachung vom 20. Mai 1898 (BGBl III 310-14), zuletzt geändert durch Art. 10 des Gesetzes vom 24. August 2004 (BGBl I S. 2198), sowie § 71 Abs. 3 Satz 1 der Konkursordnung in der Fassung der Bekanntmachung vom 20. Mai 1898 (BGBl III 311-4), zuletzt geändert durch Art. 5 des Gesetzes vom 25. August 1998 (BGBl I S. 2489), und § 2 Abs. 2 Satz 1 der Insolvenzordnung (InsO) vom 5. Oktober 1994 (BGBl I S. 2866), zuletzt geändert durch Art. 1 des Gesetzes vom 5. April 2004 (BGBl I S. 502), wird bestimmt:

1.
1 Die Zwangsversteigerungs-, Zwangsverwaltungs-, Konkurs- und Insolvenzsachen werden jeweils dem Amtsgericht am Sitz des übergeordneten Landgerichts für alle Amtsgerichte des betreffenden Landgerichtsbezirks übertragen. 2 Dies gilt für das Amtsgericht München auch hinsichtlich der Amtsgerichte des Landgerichtsbezirks München II.
2.
In Abweichung von Nr. 1 sind zuständig in Zwangsversteigerungs-, Zwangsverwaltungs-, Konkurs- und Insolvenzsachen
a)
im Landgerichtsbezirk Augsburg

für die Amtsgerichtsbezirke Dillingen a. d. Donau und Nördlingen

das Amtsgericht Nördlingen,

b)
im Landgerichtsbezirk Memmingen

für die Amtsgerichtsbezirke Günzburg und Neu-Ulm

das Amtsgericht Neu-Ulm,

c)
im Landgerichtsbezirk München II
-
für die Amtsgerichtsbezirke Garmisch-Partenkirchen, Starnberg und Weilheim i. OB

das Amtsgericht Weilheim i. OB,

-
für die Amtsgerichtsbezirke Miesbach und Wolfratshausen

das Amtsgericht Wolfratshausen,

d)
im Landgerichtsbezirk Nürnberg-Fürth

für die Amtsgerichtsbezirke Erlangen, Fürth und Neustadt a. d. Aisch

das Amtsgericht Fürth,

e)
im Landgerichtsbezirk Regensburg

für den Amtsgerichtsbezirk Straubing

das Amtsgericht Straubing,

f)
im Landgerichtsbezirk Traunstein
-
für die Amtsgerichtsbezirke Altötting und Mühldorf a. Inn

das Amtsgericht Mühldorf a. Inn,

-
für den Amtsgerichtsbezirk Rosenheim

das Amtsgericht Rosenheim.

3.
In Abweichung von Nr. 1 sind zuständig in Zwangsversteigerungs- und Zwangsverwaltungssachen
a)
im Landgerichtsbezirk Ansbach für den Amtsgerichtsbezirk Weißenburg i. Bay.

das Amtsgericht Weißenburg i. Bay.,

b)
im Landgerichtsbezirk Kempten (Allgäu)

für den Amtsgerichtsbezirk Kaufbeuren das Amtsgericht Kaufbeuren.

Abschnitt VII

Hinterlegung

§ 38a

Vollziehung der Hinterlegung und der Herausgabe

Auf Grund des Art. 2 Abs. 4 Alternative 2 des Bayerischen Hinterlegungsgesetzes (BayHintG) vom 23. November 2010 (GVBl S. 738, BayRS 300-15-1-J) wird die Wahrnehmung der Hinterlegungsgeschäfte

1.
der Vollziehung der Hinterlegung in den Fällen des Art. 12 Nr. 3 BayHintG sowie
2.
der Vollziehung der Herausgabe in den Fällen des Art. 23 Nr. 3 BayHintG

der Hinterlegungsstelle des Amtsgerichts Bamberg übertragen.

Zweiter Teil

Strafrecht, Strafvollstreckung und
Recht der Ordnungswidrigkeiten

§ 39

Strafsachen

(1) 1 Auf Grund von § 58 Abs. 1 Satz 1 des Gerichtsverfassungsgesetzes (GVG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 9. Mai 1975 (BGBl I S. 1077), zuletzt geändert durch Art. 12a des Gesetzes vom 24. August 2004 (BGBl I S. 2198), und § 33 Abs. 3 Satz 1 des Jugendgerichtsgesetzes (JGG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 11. Dezember 1974 (BGBl I S. 3427), zuletzt geändert durch Art. 4 des Gesetzes vom 24. August 2004 (BGBl I S. 2198), wird bestimmt:

Die Entscheidung der Strafsachen einschließlich Jugendsachen wird, soweit das Amtsgericht im vorbereitenden Verfahren oder im Hauptverfahren zuständig ist, den in den Abs. 2 und 3 bestimmten Amtsgerichten (Haftgerichten) übertragen, wenn

1.
im vorbereitenden Verfahren nach den Bestimmungen der Strafprozessordnung (StPO) der zuständige oder der nächste Amtsrichter oder der Amtsrichter des Bezirks der vorläufigen Festnahme über die Anordnung, den Vollzug oder die Aufhebung der Untersuchungshaft zu entscheiden hat,
2.
der Staatsanwalt gleichzeitig mit der Erhebung der öffentlichen Klage, dem Antrag auf Erlass eines Strafbefehls oder dem Antrag auf Aburteilung im beschleunigten Verfahren die Anordnung der Untersuchungshaft beantragt,
3.
sich der Beschuldigte oder einer der Beschuldigten bei der Erhebung der öffentlichen Klage, dem Antrag auf Erlass eines Strafbefehls oder dem Antrag auf Aburteilung im beschleunigten Verfahren in Untersuchungshaft oder in Strafhaft befindet oder gegen den Beschuldigten oder einen der Beschuldigten eine mit Freiheitsentziehung verbundene Maßregel der Besserung und Sicherung vollzogen wird oder in der angeklagten Sache ein vollziehbarer oder ein außer Vollzug gesetzter Haftbefehl besteht,
4.
einer der in § 21 Abs. 1, § 22 Abs. 1, § 45 Abs. 5, § 47 Abs. 3, § 64 Abs. 2 oder § 65 des Gesetzes über die internationale Rechtshilfe in Strafsachen genannten Fälle vorliegt.

2 In den Fällen des Satzes 1 Nrn. 1 bis 3 stehen der Untersuchungshaft die einstweilige Unterbringung (§ 126a StPO) und die Hauptverhandlungshaft (§ 127b StPO) gleich. 3 Ist wegen eingetretener außergewöhnlicher Verkehrsschwierigkeiten die Vorführung des Beschuldigten bei dem Haftgericht innerhalb der vorgeschriebenen Frist nicht möglich, so ist auch das Amtsgericht zuständig, das ohne diese Vorschrift nach der Strafprozessordnung zuständig wäre.

(2) 1 Als Haftgericht ist zuständig jeweils das Amtsgericht am Sitz des übergeordneten Landgerichts für alle Amtsgerichtsbezirke des betreffenden Landgerichtsbezirks. 2 Dies gilt für das Amtsgericht München auch hinsichtlich der Amtsgerichtsbezirke des Landgerichtsbezirks München II.

(3) In Abweichung von Abs. 2 sind als Haftgerichte zuständig:

1.
für männliche Beschuldigte
a)
im Landgerichtsbezirk Coburg

das Amtsgericht Kronach

für den gesamten Landgerichtsbezirk,

b)
im Landgerichtsbezirk Ingolstadt

das Amtsgericht Neuburg a. d. Donau

für die Amtsgerichtsbezirke Neuburg a. d. Donau und Pfaffenhofen a. d. Ilm,

c)
im Landgerichtsbezirk Landshut

das Amtsgericht Erding

für die Amtsgerichtsbezirke Erding und Freising,

d)
im Landgerichtsbezirk Nürnberg-Fürth

das Amtsgericht Erlangen

für seinen Bezirk,

das Amtsgericht Fürth

für die Amtsgerichtsbezirke Fürth und Neustadt a. d. Aisch,

e)
im Landgerichtsbezirk Regensburg

das Amtsgericht Straubing

für die Strafgefangenen der Justizvollzugsanstalt Straubing und für in der Justizvollzugsanstalt Straubing Sicherungsverwahrte,

f)
im Landgerichtsbezirk Traunstein

das Amtsgericht Laufen

für seinen Bezirk,

das Amtsgericht Mühldorf a. Inn

für die Amtsgerichtsbezirke Altötting und Mühldorf a. Inn,

das Amtsgericht Rosenheim für seinen Bezirk,

2.
für weibliche Beschuldigte
a)
im Landgerichtsbezirk Amberg

das Amtsgericht Regensburg

für den gesamten Landgerichtsbezirk Amberg,

b)
im Landgerichtsbezirk Ansbach

das Amtsgericht Nürnberg

für den gesamten Landgerichtsbezirk Ansbach,

c)
im Landgerichtsbezirk Coburg

das Amtsgericht Bamberg

für den gesamten Landgerichtsbezirk Coburg,

d)
im Landgerichtsbezirk Ingolstadt

das Amtsgericht München

für den gesamten Landgerichtsbezirk Ingolstadt,

e)
im Landgerichtsbezirk Kempten (Allgäu)

das Amtsgericht Memmingen

für den gesamten Landgerichtsbezirk Kempten (Allgäu),

f)
im Landgerichtsbezirk Landshut

das Amtsgericht München

für den gesamten Landgerichtsbezirk Landshut,

g)
im Landgerichtsbezirk Nürnberg-Fürth

das Amtsgericht Fürth

für die Amtsgerichtsbezirke Fürth und Neustadt a. d. Aisch,

h)
im Landgerichtsbezirk Schweinfurt

das Amtsgericht Würzburg

für den gesamten Landgerichtsbezirk Schweinfurt,

i)
im Landgerichtsbezirk Weiden i. d. OPf.

das Amtsgericht Regensburg

für den gesamten Landgerichtsbezirk Weiden i. d. OPf.

(4) Besteht in den Fällen des Abs. 1 zwischen Strafsachen ein Zusammenhang im Sinn des § 3 StPO und würde die Anwendung der Abs. 2, 3 Nrn. 1 und 2 zur Zuständigkeit unterschiedlicher Haftgerichte für denselben Bezirk führen, so ist auch für weibliche Beschuldigte das in Abs. 2 in Verbindung mit Abs. 3 Nr. 1 bestimmte Gericht als Haftgericht zuständig.

(5) In Abweichung von Abs. 2 ist als Gericht für die Entscheidung über die Anordnung der Hauptverhandlungshaft (§ 127b StPO) im Landgerichtsbezirk Regensburg das Amtsgericht Cham für seinen Bezirk zuständig.

§ 40

Wirtschaftsstrafsachen bei den Landgerichten

Auf Grund des § 74c Abs. 3 Satz 1 des Gerichtsverfassungsgesetzes (GVG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 9. Mai 1975 (BGBl I S. 1077), zuletzt geändert durch Art. 12a des Gesetzes vom 24. August 2004 (BGBl I S. 2198), werden Strafsachen (Wirtschaftsstrafsachen) nach § 74c Abs. 1 Nrn. 1 bis 3, 5, 5a und 6 GVG, soweit das Landgericht nach § 74 Abs. 1 GVG als Gericht des ersten Rechtszugs zuständig ist, übertragen dem

1.
Landgericht Augsburg

für die Bezirke der Landgerichte Augsburg, Kempten (Allgäu) und Memmingen,

2.
Landgericht Hof

für die Bezirke der Landgerichte Bamberg, Bayreuth, Coburg und Hof,

3.
Landgericht Landshut

für die Bezirke der Landgerichte Deggendorf, Landshut und Passau,

4.
Landgericht München II

für die Bezirke der Landgerichte Ingolstadt, München II und Traunstein,

5.
Landgericht Nürnberg-Fürth

für die Bezirke der Landgerichte Ansbach und Nürnberg-Fürth,

6.
Landgericht Regensburg

für die Bezirke der Landgerichte Amberg, Regensburg und Weiden i.d.OPf.,

7.
Landgericht Würzburg

für die Bezirke der Landgerichte Aschaffenburg, Schweinfurt und Würzburg.

§ 41

Wirtschaftsstrafsachen bei den Amtsgerichten

1 Auf Grund von § 58 Abs. 1 Satz 1 des Gerichtsverfassungsgesetzes (GVG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 9. Mai 1975 (BGBl I S. 1077), zuletzt geändert durch Art. 3 des Gesetzes vom 16. August 2005 (BGBl I S. 2437), § 13 Abs. 1 Satz 2 des Gesetzes zur weiteren Vereinfachung des Wirtschaftsstrafrechts (Wirtschaftsstrafgesetz 1954) in der Fassung der Bekanntmachung vom 3. Juni 1975 (BGBl I S. 1313), zuletzt geändert durch Art. 23 des Gesetzes vom 13. Dezember 2001 (BGBl I S. 3574), § 38 Abs. 1 Satz 2 des Außenwirtschaftsgesetzes vom 28. April 1961 (BGBl III 7400-1), zuletzt geändert durch Art. 36 des Gesetzes vom 21. Juni 2005 (BGBl I S. 1818), und § 391 Abs. 2 Satz 1 der Abgabenordnung (AO 1977) in der Fassung der Bekanntmachung vom 1. Oktober 2002 (BGBl I S. 3866, 2003 I S. 61), zuletzt geändert durch Art. 4 Abs. 22 des Gesetzes vom 22. September 2005 (BGBl I S. 2809), werden die in § 74c Abs. 1 Nrn. 1 bis 3, 5, 5a und 6 GVG aufgeführten Strafsachen (Wirtschaftsstrafsachen einschließlich Steuerstrafsachen), soweit das Amtsgericht sachlich zuständig ist, auch für die übrigen Amtsgerichte der angegebenen Landgerichtsbezirke übertragen dem

1.
Amtsgericht Augsburg

für die Bezirke der Landgerichte Augsburg, Kempten (Allgäu) und Memmingen,

2.
Amtsgericht Hof

für die Bezirke der Landgerichte Bamberg, Bayreuth, Coburg und Hof,

3.
Amtsgericht Ingolstadt

für den Bezirk des Landgerichts Ingolstadt,

4.
Amtsgericht Landshut

für die Bezirke der Landgerichte Deggendorf, Landshut und Passau,

5.
Amtsgericht München

für die Bezirke der Landgerichte München I und München II,

6.
Amtsgericht Nürnberg

für die Bezirke der Landgerichte Ansbach und Nürnberg-Fürth,

7.
Amtsgericht Regensburg

für die Bezirke der Landgerichte Amberg, Regensburg und Weiden i.d.OPf.,

8.
Amtsgericht Rosenheim

für den Bezirk des Landgerichts Traunstein,

9.
Amtsgericht Würzburg

für die Bezirke der Landgerichte Aschaffenburg, Schweinfurt und Würzburg.

2 Für Steuerstrafsachen gilt dies nicht, wenn dieselbe Handlung eine Straftat nach dem Betäubungsmittelgesetz darstellt oder wenn Steuerstraftaten die Kraftfahrzeugsteuer betreffen; es gilt im vorbereitenden Steuerstrafverfahren nur für die Zustimmung des Gerichts nach § 153 Abs. 1 und § 153a Abs. 1 der Strafprozessordnung . 3 Die Sätze 1 und 2 gelten für Bußgeldverfahren wegen Steuerordnungswidrigkeiten entsprechend.

§ 42

(aufgehoben)

§ 43

(aufgehoben)

§ 44

Bußgeldverfahren

Auf Grund des § 68 Abs. 3 Satz 1 des Gesetzes über Ordnungswidrigkeiten (OWiG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 19. Februar 1987 (BGBl I S. 602), zuletzt geändert durch Art. 5 des Gesetzes vom 24. August 2004 (BGBl I S. 2198), wird bestimmt:

1.
1 Umfasst der Bezirk einer bayerischen Verwaltungsbehörde mehrere Amtsgerichtsbezirke, so entscheidet von den im Bezirk der Verwaltungsbehörde liegenden Amtsgerichten dasjenige, in dessen Bezirk der Begehungs- (§ 68 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 OWiG) oder der Wohnort (§ 68 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 OWiG) liegt; § 37 Abs. 3 OWiG gilt entsprechend. 2 Befinden sich weder der Begehungs- noch der Wohnort im Bezirk der Verwaltungsbehörde, so verbleibt es bei der in § 68 Abs. 1 Satz 1 OWiG vorgesehenen Zuständigkeit des Amtsgerichts, in dessen Bezirk die Verwaltungsbehörde ihren Sitz hat.
2.
Nr. 1 findet keine Anwendung
a)
auf Entscheidungen nach § 87 Abs. 4 Satz 2, § 100 Abs. 2 Satz 1, § 104 Abs. 1 Nr. 1, § 106 Abs. 2 Satz 3 und § 108 Abs. 1 Satz 1 OWiG ,
b)
bei Ordnungswidrigkeiten im Steuerrecht und im Atom- und Strahlenschutzrecht,
c)
bei Bußgeldbescheiden der Landesanstalt für Landwirtschaft und der Bau-Berufsgenossenschaft Bayern und Sachsen.
3.
1 Abweichend von Nr. 1 entscheiden bei einem Einspruch gegen einen Bußgeldbescheid des Bayerischen Polizeiverwaltungsamts wegen Ordnungswidrigkeiten nach dem Gefahrgutrecht (§ 10 Abs. 1 des Gesetzes über die Beförderung gefährlicher Güter sowie § 10 der Gefahrgutverordnung Straße und Eisenbahn, soweit diese durch die Polizei oder bei Straßenkontrollen anderer Behörden festgestellt werden) die folgenden Amtsgerichte, wenn in den genannten Bezirken der Begehungs- (§ 68 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 OWiG) oder der Wohnort (§ 68 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 OWiG) liegt:
a)
das Amtsgericht Augsburg

für die Landgerichtsbezirke Augsburg - ausgenommen den Amtsgerichtsbezirk Landsberg a. Lech -, Kempten und Memmingen,

b)
das Amtsgericht Bayreuth

für die Landgerichtsbezirke Bamberg - ausgenommen den Amtsgerichtsbezirk Haßfurt -, Bayreuth, Coburg und Hof,

c)
das Amtsgericht Erlangen

für die Landgerichtsbezirke Ansbach und Nürnberg-Fürth - ausgenommen den Amtsgerichtsbezirk Neumarkt i.d.OPf.,

d)
das Amtsgericht Passau

für die Landgerichtsbezirke Deggendorf, Landshut - ausgenommen die Amtsgerichtsbezirke Erding und Freising - und Passau sowie für die Amtsgerichtsbezirke Kelheim und Straubing,

e)
das Amtsgericht Regensburg

für die Landgerichtsbezirke Amberg, Regensburg - ausgenommen die Amtsgerichtsbezirke Kelheim und Straubing - und Weiden sowie für den Amtsgerichtsbezirk Neumarkt i.d.OPf.,

f)
das Amtsgericht Traunstein

für die Landgerichtsbezirke Ingolstadt, München I, München II und Traunstein sowie für die Amtsgerichtsbezirke Erding, Freising und Landsberg a. Lech,

g)
das Amtsgericht Würzburg

für die Landgerichtsbezirke Aschaffenburg, Schweinfurt und Würzburg sowie für den Amtsgerichtsbezirk Haßfurt.

2  Nr. 1 Satz 2 und Nr. 2 Buchst. a gelten entsprechend.

§ 45

Auswärtige Strafvollstreckungskammern

Auf Grund des § 78a Abs. 2 Satz 2 des Gerichtsverfassungsgesetzes (GVG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 9. Mai 1975 (BGBl I S. 1077), zuletzt geändert durch Art. 12a des Gesetzes vom 24. August 2004 (BGBl I S. 2198), werden folgende auswärtige Strafvollstreckungskammern gebildet:

1.
für den Bezirk des Amtsgerichts Straubing in Straubing eine auswärtige Strafvollstreckungskammer des Landgerichts Regensburg;
2.
für den jeweiligen Amtsgerichtsbezirk je zwei auswärtige Strafvollstreckungskammern des Landgerichts Augsburg bei den Amtsgerichten Aichach, Landsberg a. Lech und Nördlingen; diesen Strafvollstreckungskammern werden die Entscheidungen übertragen, die nach § 78b Abs. 1 GVG in der Besetzung mit einem Richter zu treffen sind;
3.
für den jeweiligen Amtsgerichtsbezirk je eine auswärtige Strafvollstreckungskammer
a)
des Landgerichts Coburg

bei dem Amtsgericht Kronach,

b)
des Landgerichts Ingolstadt

bei dem Amtsgericht Neuburg a.d. Donau,

c)
des Landgerichts Landshut

bei dem Amtsgericht Erding,

d)
des Landgerichts München II,

bei dem Amtsgericht Garmisch-Partenkirchen,

e)
des Landgerichts Traunstein

bei dem Amtsgericht Mühldorf a. Inn;

diesen Strafvollstreckungskammern werden die Entscheidungen übertragen, die nach § 78b Abs. 1 GVG in der Besetzung mit einem Richter zu treffen sind.

Dritter Teil

Übergangs- und Schlussvorschriften

§ 46

In-Kraft-Treten, Außer-Kraft-Treten

(1) 1 Diese Verordnung tritt am 1. Januar 2005 in Kraft. 2 Mit Ablauf des 31. Dezember 2004 tritt die Verordnung über gerichtliche Zuständigkeiten im Bereich des Staatsministeriums der Justiz (Gerichtliche Zuständigkeitsverordnung Justiz - GZVJu) vom 2. Februar 1988 (GVBl S. 6, BayRS 300-3-1-J), zuletzt geändert durch Verordnung vom 1. Juli 2004 (GVBl S. 269), außer Kraft.

(2) Auf Grund des Art. 2 des Gesetzes über die Zuständigkeit der Gerichte bei Änderungen der Gerichtseinteilung vom 6. Dezember 1933 (BGBl III 300-4), zuletzt geändert durch Art. 2 des Gesetzes vom 23. Juli 2002 (BGBl I S. 2850), wird bestimmt:

Hinsichtlich der bis zum Ablauf des 30. Juni 1988 angemeldeten Geschmacksmuster bleibt das Amtsgericht Neuburg a. d. Donau für die Führung des Geschmacksmusterregisters für die Amtsgerichtsbezirke Neuburg a. d. Donau (Landgerichtsbezirk Ingolstadt) und Nördlingen (Landgerichtsbezirk Augsburg) zuständig.

(3) Auf Verfahren, die bis zum Ablauf des 31. Oktober 2010 beim Oberlandesgericht München eingehen, ist § 1 Nr. 2 in der bis zum Ablauf des 31. Oktober 2010 geltenden Fassung weiter anzuwenden.

München, den 16. November 2004

Bayerisches Staatsministerium der Justiz

Dr. Beate Merk, Staatsministerin